Ludwigslust : Kuriose Einsätze für die Polizei

Liegt es an der Hitze? Zunehmend verwirrte Personen aufgegriffen

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02. Juli 2019, 15:30 Uhr

Ob es an der derzeitigen Witterung liegt, kann Ludwigslusts Hauptrevierleiter, Gilbert Küchler, nicht mit Sicherheit sagen. Sicher ist aber, dass es derzeit eine Häufung von verwirrten Personen gibt. In einigen Fällen aber spielen auch Betäubungsmittel eine Rolle. So auch in der vergangenen Woche, am 24. Juni, gegen ein Uhr fiel dem Wachdienst des Ludwigsluster Schlosses im Bereich der Schlossfreiheit eine verdächtige Person auf. „Der Mann wirkte verwirrt“, sagt Gilbert Küchler. Die Person hatte einen Rucksack mitgeführt. Wenig später war anderen Zeugen ein Auto aufgefallen, bei dem Kofferraum und Fahrertür offen standen. „Die Zeugen konnten bestätigen, dass sie den Wagen schon vorher gesehen haben. Der Fahrer war ohne Licht gefahren“, so der Hauptrevierleiter weiter. Die Polizei nahm die Suche auf, blieb aber zunächst erfolglos.

Kurz vor 6 Uhr am Montagmorgen, 24. Juni, meldete sich eine Anwohnerin aus der Kanalstraße bei der Polizei. „Eine unbekannte Person hatte sich Zutritt zu ihrem Schuppen verschafft“, sagt Gilbert Küchler. Nachdem die Polizeibeamten vor Ort eintrafen, stellte sich heraus, dass es sich um ein- und denselben Mann gehandelt hatte, der sich in der Nacht am Schloss herumtrieb und sein Auto zurückließ.

„Er war in der Kanalstraße über die Mauer geklettert und hatte sich vor der Polizei im Schuppen versteckt“, erzählt Gilbert Küchler. Dort war der Mann dann eingeschlafen. Bevor der 32-Jährige mit aufs Revier genommen werden konnte, lieferte er sich mit der Polizei noch eine Verfolgungsjagd. Er flüchtete, konnte aber schon nach 500 Metern gestellt werden. „Wir haben Reste von Betäubungsmitteln und Utensilien dafür sicherstellen.“

Da der 32-Jährige „außer Rand und Band“ war, wurde auch ein Notarzt zu Hilfe geholt, der Mann landete anschließend in einer geschlossenen Psychiatrie in Schwerin.

Am selben Tag hatte sich die Polizei bereits um 20.30 Uhr mit einem ähnlichen Fall beschäftigen müssen. „In der Grabower Allee lief ein Mann herum, der immer wieder schrie. Zeugen waren auf ihn aufmerksam geworden“, sagt Gilbert Küchler. Sie hatten die Polizei gerufen, die Beamten aber konnten den Mann beruhigen, er bekam dennoch einen Platzverweis.

Einen weiteren kuriosen Fall hatten die Polizeibeamten am vergangenen Mittwoch, direkt auf der Wache. Ein 42-jähriger Mann kam zur Polizei nach Ludwigslust und wollte gegen drei Personen Anzeige erstatten, da sie ihm immer wieder elektrische Stößen verpassten. „Der Mann hatte sich die Personen aber nur eingebildet“, sagt Gilbert Küchler. Der 42-Jährige musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

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