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Ludwigslust : Kummer soll Schule für ganz Lulu sein

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Stadtvertretung nimmt zur Schulentwicklungsplanung des Landkreises Stellung

von
erstellt am 27.Feb.2015 | 07:00 Uhr

Wo wird der Ludwigsluster Nachwuchs künftig zur Schule gehen? Über diese Frage wurde auf der Sitzung der Stadtvertretung am Mittwochabend im Rathaus ausführlich diskutiert. Auf der Tagesordnung stand eine Stellungnahme zur Schulentwicklungsplanung des Landkreises. Dieser hatte die Stadt aufgefordert, zu seinen diesbezüglichen Plänen Stellung zu nehmen.

Das Papier wurde schließlich ohne Probleme verabschiedet, denn eine existentielle Bedrohung für die Schulstandorte in Ludwigslust und seinen Ortsteilen gibt es im Moment nicht. Auch nicht in der Grundschule Kummer. obwohl der Landkreis darauf hinweist, dass diese Einrichtung im Bestand gefährdet sei und eigentlich aufgehoben werden müsste. „Da aber bei Aufhebung bzw.Nichtbildung der Jahrgangsstufe eins unzumutbar lange Schulwegzeiten zu den nächstgelegenen Grundschulen in Ludwigslust und Picher entstehen würden, greift hier die Ausnahme für eine ,Kleine Grundschule‘.“ So steht es im Schulentwicklungsplan des Landkreises, was bedeutet, dass für Kummer abgeminderte Schülerzahlen gelten.

Bürgermeister Reinhard Mach erinnerte an den vor zehn Jahren geschlossenen Eingemeindungsvertrag von Kummer nach Ludwigslust, in dem die Schule ein Bestandteil war. Die Einrichtung müsse gestärkt werden, fordert er. Und Melitta Roock aus der Fraktion Die Linke ergänzte: „Wir sollten alles unterlassen, was den Schulstandort Kummer gefährdet.

Die Diskussion entzündete sich aber auch an einer anderen Aussage aus dem Schulentwicklungsplan. Darin steht: „Zum Einzugsbereich der Grundschule Kummer gehören die Ortsteile Kummer und Glaisin der Stadt Ludwigslust sowie die Gemeinden Göhlen, Warlow, Leussow und Alt Krenzlin.“ Das bedeutet, dass zum Beispiel die Glaisiner Grundschüler nach Kummer gehen müssen. Die Stadt Ludwigslust will das nicht.

Die Stadtvertretung möchte, dass der Kummeraner Schuleinzugsbereich auf die ganze Stadt Ludwigslust ausgedehnt wird. „Glaisin gehört zu Ludwigslust. Damit können die Eltern entscheiden, wo sie ihre Kinder in der Stadt hinschicken wollen“, sagte beispielsweise Torsten Hinrichs von der Fraktion Alternative für Ludwigslust, und niemand widersprach ihm.

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