Glaisin : Künstlerisch vielseitig unterwegs

Günther Möller ist als Mitglied der „Ludwigsluster Schreiberlinge“ mehrfach im Jahr bei lesungen unterwegs. Aktuell arbeitet er an seinem ersten Buch mit dem Titel „Bruch-Stücke“.
Günther Möller ist als Mitglied der „Ludwigsluster Schreiberlinge“ mehrfach im Jahr bei lesungen unterwegs. Aktuell arbeitet er an seinem ersten Buch mit dem Titel „Bruch-Stücke“.

Günther Möller aus Glaisin ist in der Region als Musiker, Sänger und Autor der „Ludwigsluster Schreiberlinge“ bekannt

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08. Dezember 2017, 20:45 Uhr

Er wurde bekannt als Musiker, Sänger und Autor, ein Mann, der künstlerisch vielseitig veranlagt ist. Günther Möller, 62, wurde in Ludwigslust geboren, ist zu Hause in Glaisin. Der gelernte Maschinenbauer absolvierte später eine Meisterausbildung. Auch in der Kommunalpolitik kennt er sich aus, war von 1990 bis 1994 Bürgermeister von der Gemeinde Glaisin.

Er erwarb innerhalb von drei Jahren von 1990 bis 1993 sein Verwaltungsdiplom an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in Lüneburg.

Seit 1992 ist Günther Möller im Amt Ludwigslust-Land tätig, leitet das Bau- und Ordnungsamt. Literatur ist sein großes Hobby, seit zehn Jahren ist er festes Mitglieder der „Ludwigsluster Schreiberlinge“.

Günther Möller organisiert zusammen mit den Mitglieder dieser literarischen Vereinigung bis zu zehn Mal im Jahr Lesungen. Er ist Mitglied im Chor der Rock-Pop-Schmiede in Göhlen. Günther Möller war 15 Jahre als Rock- und Tanzmusiker im Land unterwegs, war von 1976 bis 1991 Sänger der Formation „Barock“ und in der „Passat-Band“.

SVZ-Redakteur Michael Seifert stellte dem 62-Jährigen die beliebten Fragen zum Wochenende.

Was ist Ihr Lebensmotto?
Nichts, nicht ist verloren. Heißt für mich, dass man sich nie aufgeben sollte, so schwierig sich die Situation auch darstellt.

Was ist Ihr Lieblingsplatz?
Zuhause bei mir in Glaisin oder wenn mich das Fernweh packt, irgendwo an der Ostsee.

Als Kind eher mit Puppe oder Schaufel gespielt?
Weder noch. Ich war bereits als Kind begeisterter Fußballer.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich habe als Schüler gelegentlich Artikel für die SVZ verfasst und dafür kleine Honorare erhalten.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich war damals sehr sparsam, folglich habe ich es auf die hohe Kante gelegt.

Wo findet man Sie am ehesten?
Im Amt Ludwigslust-Land oder am Schreibtisch zu Hause, wenn es gilt, eine neue Kurzgeschichte zu schreiben. Bin gerade dabei, mein erstes Buch, das den Namen „Bruch-Stücke“ haben soll, zu konzipieren.

Was stört Sie an anderen?
Fehlende Gelassenheit/Besonnenheit.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Menschen, die selbstlos wirken und dem Nächsten beistehen, wo auch immer in der Welt.

Was bedeutet für Sie persönliches Glück?
Eine Welt, in der Frieden, Barmherzigkeit und Mitmenschlichkeit vorherrschen.

Sind Sie eher ein Bauch- oder Kopfmensch?
Sowohl als auch, wie es die jeweilige Situation erfordert. Aber Bauchentscheidungen sind häufig nicht die schlechtesten, weil Herzensgründe hierfür ausschlaggebend sind.

Was findet man bei Ihnen im Kühlschrank?
Da ich Vegetarier bin, ist das Angebot eingeschränkt. Auf jeden Fall aber: Frischkäse, Tofu, Weißwein und Kaffeesahne.

Welchen Wunsch möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich möchte mein Buchprojekt vollenden, noch reichlich ins Theater und in die Oper gehen und mindestens noch 1000 Bücher lesen.

Wen würden Sie gerne einmal treffen?
Karl-Ove Knausgard. Er ist ein norwegischer Schriftsteller, den ich sehr verehre. Sollte ihm irgendwann einmal der Nobelpreis zugesprochen werden, würde ich gern die Laudatio halten. Also noch ein Wunsch.

Wie würden Sie sich mit einem einzigen Wort beschreiben?
Individualist.

Welche Küche bevorzugen Sie?
Italienische Gerichte, natürlich ohne Fleisch.

Worauf können Sie niemals verzichten?
Auf Bücher, Wein, Füllfederhalter, unlinierte Schreibhefte und vertrauliche Gespräche.

Was ist für Sie Heimat?
Ich mag Mecklenburg sehr und den Norden überhaupt.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich lese immer zwei Bücher simultan. Das heißt, ich wechsle von Tag zu Tag. Im Moment lese ich Imre Kertesz „Der Betrachter“ und Fjodor Dostojewski „Schuld und Sühne“.

Welche Erinnerungen haben Sie an ihre erste Reise?
Es war ein Abenteuer. Alles war neu und anders und meine Sinne sogen dieses Neue und Andere auf. So ist es heute noch. Ich versuche, die Atmosphäre einer Gegend, eines Ortes, eines Raumes mit allen Sinnen zu erfassen. Wenn das nicht so wäre, könne ich nicht schreiben.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Ursel Sanguinette aus Techentin. Wir haben vor zehn Jahren die Ludwigsluster Schreiberlinge initiiert.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
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