Dömitz : Künstler künftig vor Wind und Wetter geschützt

Noch bietet die Festungsbühne keinerlei Schutz vor Wind und Wetter. Das soll sich ändern.
Noch bietet die Festungsbühne keinerlei Schutz vor Wind und Wetter. Das soll sich ändern.

Freilichtbühne auf der Festung bekommt Überdachung / Verein LuK hatte rund 20 000 Euro dafür gespendet

svz.de von
09. Juli 2014, 15:25 Uhr

Die Idee ist schon sieben Jahre alt. Jetzt scheint sie endlich in die Tat umgesetzt zu werden. Die Bühne auf der Festung Dömitz bekommt eine Überdachung. Doch obwohl die Baugenehmigung in Teilen bereits vorliegt, können die Arbeiten noch nicht beginnen.

Die Idee, die Freilichtbühne zu überdachen, hatte die Initiative Leben und Kultur in Dömitz (LuK e.V.) entwickelt – und nicht nur das. Sie konnte auch die frühere Bürgermeisterin Renate Vollbrecht und die Stadtvertreter dafür gewinnen, sie warb um Fördermittel und sammelte selbst unermüdlich Geld für das Projekt. „Wir hatten uns damals zusammengefunden, um das Leben und die Kultur in Dömitz anzukurbeln“, blickt Hans-Jürgen Behncke, Mitglied von LuK, zurück. Die Überdachung der Bühne ersannen die Mitstreiter als ihr großes Ziel. „Mit einer überdachten Bühne könnte man sicher noch andere Veranstaltungen nach Dömitz holen“, so Behncke. „Das Ambiente und die Akustik auf der Festung sind einmalig.“ Und vor allem müssten Veranstaltungen bei Regenwetter nicht ausfallen wie vor wenigen Jahren ein Konzert des Polizeiorchesters. Hauptsächlich über die Musiknacht, die von den Kontakten von Martin Larsen lebt und gerade ihre siebte Auflage erlebt hat, und die Tombola beim Weihnachtsmarkt mit Losen in Walnüssen haben die LuK-Mitstreiter Geld eingesammelt. So viel, dass an die Stadt rund 20 000 Euro als Spende überwiesen werden konnten, um den Eigenanteil der Kommune mitzufinanzieren.

Nachdem im vergangenen Sommer dann auch Fördermittel aus dem EU-Programm „Leader“ bewilligt worden waren, hatte die Stadt den Bauantrag für die Überdachung eingereicht. Seit Mitte Oktober 2013 liegt die Baugenehmigung vor – allerdings mit der Auflage, eine geprüfte Statik vorzulegen. Und die ist noch nicht fertig. „Die geplante Überdachung ist keine Konstruktion von der Stange, sondern eine auf die besondere Örtlichkeit abgestimmte, individuelle Lösung“, erklärt Gerd Bade von der Amtsverwaltung Dömitz-Malliß. „Auf der Festung spielt der Denkmalschutz eine entscheidende Rolle.“ Und dessen grundlegende Forderung war eine temporäre Überdachung. „Geplant ist eine abgespannte Membrankonstruktion, die im Herbst ab- und im Frühjahr wieder aufgebaut wird.“ Das Auf- und Abbauen strapaziert natürlich das Gewebe, das deshalb – und wegen der erforderlichen Witterungsbeständigkeit - besonders hochwertig sein muss. In puncto Farbe fand man einen Kompromiss mit dem Denkmalschutz, der einen rötlichen Ton gefordert hatte. Weil der jedoch auch die Akteure auf der Bühne rot erscheinen lassen würde, hat man sich auf einen Beigeton geeinigt.

Die Stadt wartet nun händeringend auf die Statik, um die Arbeiten ausschreiben zu können. Schließlich ist der Baubeginn – zunächst für die Erdarbeiten für die Träger – bereits für September geplant. Das Gewebe wird dann speziell für die halbrunde Konstruktion in Dömitz hergestellt. Rund 180 000 Euro kostet die komplette Überdachung nach bisher vorliegenden Schätzungen. Aus dem Leader-Topf kommen effektiv rund 122 000 Euro. Den Rest bringt die Stadt aus ihrem Haushalt auf – mit Hilfe der LuK-Spende.







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