Neustadt-Glewe : „Kümmerer“ soll Arbeit koordinieren

In Arbeitsgruppen wurde über Anforderungen und mögliche Hemmnisse bei der Umsetzung des „REK A 14“ beraten.
In Arbeitsgruppen wurde über Anforderungen und mögliche Hemmnisse bei der Umsetzung des „REK A 14“ beraten.

Drittes Forum zum „Regionalen Entwicklungskonzept REK A14“ in Neustadt-Glewe: Acht Leitprojekte / Ergebnisse werden im Januar präsentiert

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11. Dezember 2014, 07:00 Uhr

Günstige Verkehrsanbindungen bieten immer auch die Chance, dass sich Investoren in der jeweiligen Region ansiedeln, sich Menschen entscheiden, hier zu wohnen oder mehr Touristen die Gegend erkunden. Genau darum geht es beim „Regionalen Entwicklungskonzept REK A14“. Am Dienstagabend berieten Experten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie interessierte Bürger auf der Burg in Neustadt-Glewe über Organisationsstrukturen und Projekte zur Umsetzung des Konzepts. Nach zwei vorherigen Foren (SVZ berichtete) war dies das dritte und letzte Forum, bevor im Januar dann die konkreten Ergebnisse vorliegen sollen. Projektleiter Uwe Mantik vom Lübecker Beratungsunternehmen Cima erklärte eingangs: „Wir liegen gut in der Zeit.“

Mantik erläuterte, dass sich aus 35 Maßnahmevorschlägen, die im vorherigen Forum entwickelt wurden, acht Leitprojekte heraus kristallisiert haben. Dazu gehören unter anderem die Direktansprache von Investoren, ein Tourismusmasterplan und eine regional abgestimmte Wohnflächenentwicklung. Dabei sollten solche Investoren angesprochen werden, die für Leit- bzw. Zukunftsbranchen stehen. Für die Entwicklung von Wohnflächen seien verschiedene Angebote des Wohnens anzubieten, zum Beispiel für Jüngere und Ältere sowie Führungskräfte. Eine wichtige Rolle soll eine Lenkungsgruppe einnehmen, welche die Kooperation bei der Umsetzung des „REK A14“ zwischen den beteiligten Kommunen verstetigt. Ein sogenannter „Kümmerer“ soll unter anderem ausloten, welche Möglichkeiten für die Umsetzung des Konzepts es gibt oder wo Widerstände zu überwinden sind. Zu den Leitprojekten gehören auch die überregionalen Gewerbeflächen Brenz/Neustadt-Glewe sowie Grabow/Ludwigslust, die Entwicklung von Techentin-Süd sowie die Ansiedlung eines Rasthofes, der mehr sein soll, als nur eine Raststätte oder eine bessere Tankstelle.

Uwe Mantik: „Die Auswahl der acht Leitprojekte heißt aber nicht, dass alle anderen Maßnahmevorschläge verloren gehen.“ Demnach können auch sie später bei der Umsetzung des Konzepts berücksichtigt werden.

In zwei Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Teilnehmer des Forums dann mit den Anforderungen an die kooperative Umsetzung des „REK A14“ sowie möglichen Hemmnissen bei der Kooperation der REK-Kommunen (Ludwigslust, Grabow, Neustadt-Glewe, Brenz, Wöbbelin, Groß Laasch sowie Fahrbinde als Ortsteil der Gemeinde Rastow).

Dabei wurde u. a. heraus gearbeitet, dass genaue Verantwortlichkeiten festgelegt werden müssen, gemeinsame Ziele verbindlich und klar zu definieren sowie Schwerpunkte und Prioritäten zu setzen sind. Hemmnisse könnten z. B. enge finanzielle Spielräume sein. Auch könnten in den beteiligten Kommunen Befürchtungen aufkommen, vielleicht „zu kurz“ zu kommen. Und schließlich müsse auch eine zeitgemäße Breitbandversorgung gewährleistet werden.

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