Ludwigslust : „Küchenzauber“ in den Ferien

Jedes Kind hat in der Küche seine Aufgabe. Stefanie Eden gibt ihnen gerne Tipps. Fotos: andreas münchow
Jedes Kind hat in der Küche seine Aufgabe. Stefanie Eden gibt ihnen gerne Tipps. Fotos: andreas münchow

Ferienkinder bereiteten gestern im Ludwigsluster Mehrgenerationenhaus ein schmackhaftes Drei-Gänge-Menu zu

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16. Februar 2018, 05:00 Uhr

An dem einen Tisch schälen Kinder Kartoffeln, am anderen werden Gurken geschnitten und auf dem Herd brutzelt indes heiße Sahne samt geschmolzenem Zucker: „Küchenzauber“ im Ludwigsluster Mehrgenerationenhaus. Unter diesem Titel hatte das Zebef gestern Kinder im Rahmen des Ferienprogramms eingeladen.

Stefanie Eden, pädagogische Mitarbeiterin in der Einrichtung, : „Wir bereiten heute ein schmackhaftes Drei-Gänge-Menu zu. Mit einem bunten Salat, einem tollen Kartoffelauflauf und einem Nachtisch aus Sahnejoghurt und Karamell.“ Bevor es aber so richtig losgehen kann, bestimmt Stefanie Eden: „Zuerst waschen wir uns alle die Hände.“

Dann geht es in drei Gruppen los: Eine Truppe kümmert sich um den Salat, die andere um das Hauptgericht und die dritte um die Nachspeise. Emma, Thea und Max sind für den Auflauf zuständig. „Wir schälen jetzt erstmal Kartoffeln“, erklärt Emma. Die Zehnjährige kommt wie die elfjährige Thea aus Wittenburg. Beiden gefällt es total in Ludwigslust. „Ich finde besonders gut, dass wir hier so viel gemeinsam machen. Gestern haben wir zum Beispiel alles eingekauft, was wir heute hier brauchen“, freut sich Thea.

Irgendwie ist zu sehen, dass die beiden Mädchen sich mit dem Kartoffelschälen auskennen. Und auch Max macht das schon ganz gut. „Ich war voriges Jahr auch hier. Da hab’ ich Zwiebeln geschält. Die waren so scharf, dass ich Tränen in den Augen hatte“, erinnert sich der Achtjährige. Stefanie Eden lacht: „Max hat schon vorher angekündigt, dass er diesmal lieber keine Zwiebeln schälen möchte.“

Zebef-Mitarbeiterin Julia Tölke-Beckers indes bereitet mit einigen Kindern den Nachtisch vor. Sie hat in der Pfanne gerade Zucker erhitzt, gibt Sahne dazu. „Da würde ich am liebsten jetzt schon mal ein bisschen probieren“, meint sie. Was Conner sozusagen als Aufforderung ansieht. Prompt probiert der Achtjährige vom Ingwer-Shortbread, was zu der Nachspeise gehört. „Ein Chefkoch muss auch mal probieren“, so Conners knapper Kommentar.

Jannis hat Anfang Februar im Zebef die Juleica-Schulung absolviert, die theoretische Grundausbildung für den Erwerb der Jugendleitercard. Der 17-Jährige zeigt seiner Gruppe, wie Gurken geschält, Paprikaschoten entkernt und alles mit Salat so gemischt wird, dass es appetitlich aussieht und auch so schmeckt.

Die Truppe, die sich um den Kartoffelauflauf kümmert, ist mit dem Schälen der inzwischen fertig. Jetzt werden Kartoffeln und auch Käse geraspelt. „Danach geben wir noch Milch, Eier und Gewürze dazu. Dann kommt das Ganze 40 Minuten lang in den Backofen“, sagt Thea.

Schon jetzt freuen sich alle Kinder auf das selbst zubereitet Mittagessen. Bis es aber soweit ist, dauert es noch eine Weile. Die Zeit bis dahin allerdings wird nicht langweilig. „Wir räumen nachher erstmal die Küche auf und dann ist vor dem Essen noch Zeit für einige Spiele“, verspricht Stefanie Eden.

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