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Ludwigsluster Tageblatt

19. November 2017 | 08:09 Uhr

Ludwigslust : Kritik an Vorwegweisern zur A14

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Ludwigsluster Bürgerinitiative „Tempo 30 beruhigt“ stellt beim Aktionstag am 27. April an einem Infostand ihre Forderungen vor

svz.de von
erstellt am 20.Apr.2016 | 19:00 Uhr

Richard Ricke stört sich an den Vorwegweisern an der Kreuzung Weselsdorf–Ludwigslust–Schwerin, die die Kraftfahrer zur A14 führen sollen. „Wir haben dafür gekämpft, dass durch den Bau der A 14 der Verkehr um die Stadt herum auf vorhandenen Straßen zur neuen Autobahn geleitet wird, statt dessen wird der Verkehr durch die Stadt Ludwigslust geleitet“, äußert Richard Ricke gestern im Gespräch mit der SVZ Enttäuschung und Unverständnis darüber. Der Rentner ist Mitglied der Bürgerinitiative (BI) Ludwigslust „Tempo 30 beruhigt“ und hat gestern davon noch ein Foto geschossen.

Das Bürgerbündnis mit aktuell rund 60 Mitgliedern hat in den letzten vier Jahren mit zahlreichen Initiativen und Forderungen die Bürger und Behörden für das Thema Verkehrslärm, Verkehrsgeschwindigkeit und Schadstoffemissionen auf den Bundesstraßen B 5, B 106 und B 191, die durch die Stadt Ludwigslust führen, sensibilisiert.

Als nächsten wichtigen Termin im Kampf gegen den Verkehrslärm sehen die Mitglieder der Ludwigsluster BI „Tempo 30 beruhigt“ den Internationalen Tag gegen den Lärm an, der am 27. April stattfindet. „Wir haben wieder eine Fahrradtour geplant und rechnen mit einer guten Beteiligung“, so BI-Sprecher Werner Oeding.

„Treffpunkt ist an diesem Tag um 16.45 Uhr am Alexandrinenplatz/Ecke Lindencenter. Um 17 Uhr erfolgt der Start in der Käthe-Kollwitz-Straße, dann geht es auf die Neustädter Straße und entsprechend der Route über die Wöbbeliner Straße bis hin zum Ausgangspunkt Alexandrinenplatz“, so Werner Oeding. Am Ende der Fahrt ist eine kurze Auswertung im „Dragoner“ möglich.

Es wird am „Tag gegen den Lärm“ auch wieder einen Infostand an der Kreuzung zum Lindencenter geben, zu einer Diskussion über anstehende Themen sind alle Mitglieder der Stadtvertretung Ludwigslust sowie Landes- und Kommunalpolitiker herzlich eingeladen, ergänzt BI-Sprecher Werner Oeding.

„Es ist zwar mit dem Bau der A14 im Bereich Ludwigslust, Neustadt-Glewe und Grabow schon eine Menge passiert, aber wir wollen die Leute wachrütteln, dass in Sachen Verkehrsberuhigung noch viel passieren muss“, so Werner Oeding. So geht es der „Bürgerinitiative Tempo 30 beruhigt“ um eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf allen Bundesstraßen in der Stadt für Lkw mit mehr als 7,5 Tonnen. Die BI setzt sich ein für die Aufstellung von automatischen stationären Blitzanlagen an mindestens zwei Standorten an den Hauptstraßen der Stadt.

Ebenso kämpft die BI schon seit Jahren um regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen durch die Polizei und die Beantragung eines Verbots für den Durchgangsverkehr größer als 7,5 Tonnen mit Fertigstellung der Autobahn A14 unter Berücksichtigung des schlechten Zustandes der Hochbrücke und zur Minderung des Verkehrslärms.

Die BI kämpft auch um die Südumfahrung von Ludwigslust bzw. Zubringer zur A 14 aus Richtung Kummer. Eine weitere Bahnquerung, wie z.B. am Bahnhof Ludwigslust zu errichten, ist ein weiterer wichtiger verkehrspolitischer Aspekt für die Stadt, und die BI-Mitglieder wollen aktiv mitwirken, wenn es darum geht, den Lärmaktionsplan II der Stadt zu entwickeln. „Wichtig wäre es auch, 2017 eine Verkehrszählung in der Käthe-Kollwitz-Straße, in der Wöbbeliner und in der Neustädter Straße durchzuführen, um einen Vergleich gegenüber den Ergebnissen des Jahres 2013 zu haben“, ergänzte BI-Sprecher Werner Oeding.

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