Ludwigslust : Kriminaldauerdienst bewährt sich

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Tom Sperling, Leiter des Kriminalkommissariats Ludwigslust, präsentierte Kriminalstatistik 2014 für den Landkreis

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10. April 2015, 07:00 Uhr

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim zählt zu den sichersten in MV. Das konnte der Leiter des Kriminalkommissariats Ludwigslust, Kriminaloberrat Tom Sperling, am Donnerstag mitteilen. Er stellte die Kriminalitätsstatistik für das vergangene Jahr vor.

Demnach wurden 2014 im Bereich der zuständigen Polizeiinspektion Ludwigslust 12  484 Straftaten registriert. Das waren 938 Delikte weniger als noch 2013. Statistisch gesehen, kommen damit 5890 Straftaten auf 100  000 Einwohner (MV: 7304 Straftaten). „Die Aufklärungsquote konnte erneut um über zwei Prozentpunkte erhöht werden und liegt nun bei knapp 61 Prozent gegenüber 58,3 Prozent im Jahre 2013“, sagte Tom Sperling.

In Zahlen ausgedrückt: Die Polizei konnte im Vorjahr 7612 Straftaten aufklären und 5726 Tatverdächtige ermitteln. Die wiederum erhöhte Aufklärungsquote von Straftaten hat mehrere Ursachen, wie der Kommissariatsleiter betont. „Der seit zwei Jahren bestehende Kriminaldauerdienst hat sich bewährt. Die Kollegen sind bei den verschiedensten Delikten schnell vor Ort, können oft wertvolle und vor allem frische Spuren sichern“, so Tom Sperling. Er hebt in diesem Zusammenhang die professionelle Arbeit und hohe Motivation der Kriminalisten seines Kommissariats hervor. Aber auch die Bevölkerung sichere ihr Eigentum inzwischen wesentlich besser als noch vor Jahren. Dazu komme, dass Bürger der Polizei oft wichtige Informationen und Zeugenhinweise liefern würden. „Das alles trägt ebenfalls dazu bei, Straftaten aufzuklären oder zu vereiteln“, sagt Kriminaloberrat Sperling.

So ging die Zahl der Fahrzeugdiebstähle im Vorjahr um fast die Hälfte zurück. Wurden 2013 noch 174 Pkw-Diebstähle bearbeitet, waren es 2014 nur noch 89. Die Aufklärungsquote stieg hier im gleichen Zeitraum von 37,7 auf 42,7 Prozent. Ein Grund für diese Entwicklung liegt offenbar auch darin, dass sich organisierte Banden nicht mehr auf den Landkreis konzentrieren – auch wegen des hohen Verfolgungsdruckes. Um in Nachbarregionen gestohlene Fahrzeuge oder andere Beute zu verschieben, werden inzwischen oft nicht mehr die traditionellen Routen über die Autobahn genutzt. Auch hier dürfte die Polizeipräsenz eine Rolle spielen. In diesem Zusammenhang würdigt Tom Sperling die „immer besser funktionierende Zusammenarbeit“ mit den Polizeien europäischer Länder bei der Bekämpfung bundesweit agierender Tätergruppen.

Ein Problem im Landkreis sind nach wie vor Wohnungseinbrüche. Deren Zahl stieg leicht von 159 (2013) auf 169 im Jahr 2014. Hier sind regional Unterschiede zu beobachten. So sank die Zahl der Wohnungseinbrüche z. B. im Amt Neustadt-Glewe von zehn auf fünf, in Ludwigslust von 15 auf sieben. Dagegen wurden im Amt Boizenburg-Land im Vorjahr 16 Wohnungseinbrüche registriert, sieben mehr als 2013. Offensichtlich spionieren Einbrecher die Tatorte verstärkt aus, denn bei 105 der 169 Wohnungseinbrüche im Landkreis handelt es sich um sogenannte Tageswohnungseinbrüche. Tom Sperling: „Die Täter nutzen hier die Abwesenheit der Bewohner aus.“

Neben entsprechender Eigentumssicherung können hier u. a. verschlossene Fenster oder Terrassentüren mögliche Täter von Einbrüchen abbringen.

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