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Kremmin : Kremmin: In lockerer Runde viel gelacht

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Schule der Landentwicklung machte in Kremmin Station/ Prof. Henning Bombeck und Dr. Ute Fischer-Gäde zeigten, wie unterhaltsam die Veranstaltung sein kann

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erstellt am 23.Okt.2015 | 07:00 Uhr

Die Stimmung war prima, es wurde viel gelacht, man kennt sich, man versteht sich. Drei Stunden dauerte die „Schule der Landentwicklung“ im Gemeindehaus in der Rosenstraße, dennoch unterhaltsam trotz ihrer Länge und nicht langweilig. Dafür sorgten schon Prof. Henning Bombeck von der Universität Rostock, der die Leute mit seiner lockeren, humorvollen Art mitnahm, und seine Mitstreiterin Dr. Ute Fischer-Gäde, die ihrerseits als Regionalplanerin und Landschaftsarchitektin an seiner Seite ebenso zu überzeugen wusste.

„Kremmin - Eine Dorfgemeinschaft mit Wir-Gefühl?!“ war das Thema des Abends. Bürgermeister Ulf Riechert, der dazu eingeladen hatte, freute sich über die Resonanz. Im Ergebnis dessen, was die beiden Referenten Prof. Bombeck und Dr. Fischer-Gäde am Mittwochabend mit den mehr als 30 Kremminern und Beckentinern erlebten, kann das Fragezeichen ruhig weggelassen werden. „Jede Veränderung beginnt mit Kommunikation“, sagte Prof. Bombeck und davon gab es im Gemeindehaus reichlich. „Menschen, die miteinander lebhaft im Gespräch sind, sehen wir als ein gutes Zeichen für eine intakte Dorfgemeinschaft.“

Und dann kam Bewegung in die Kremminer und Beckentiner, die als „Einser“ oder „Zweier“ aufgeteilt wurden. Alle „Einser“ sollten dann jeweils vier freie Plätze in Uhrzeigerrichtung einnehmen und so wurde die Platzordnung bunt durchgemischt. Es wurden rote und grüne Karten verteilt, auf Grün sollte alles notiert werden, was wunderbar, was toll in der Gemeinde ist. Auf Rot alles das, was noch getan werden müsste. Gemeinschaft, Zusammengehörigkeitsgefühl, Nachbarschaftshilfe sind Vorzüge, mit denen die Gemeinde punktet. Konflikte zwischen Neubürgern und Altbürgern gibt es nicht. In Beckentin ist es so, dass viele Nachbarn auf die neu Hinzugezogenen zugehen und sich vorstellen. „Das ist eine besondere Willkommenskultur“, freute sich Prof. Bombeck.

Der Sportverein, der aktuell zwar etwas kränkelt, weil es den Fußball nicht mehr gibt, aber dafür ist die Frauensportgruppe sehr aktiv. Die Feuerwehr und der Heimatverein sind stets dabei, wenn es darum geht, Höhepunkte des gesellschaftlichen Lebens im Dorf zu organisieren. Zwei Kinderspielplätze in Kremmin und Beckentin sind entstanden. „Das haben wir alles in Eigenleistungen gemacht“, so Bürgermeister Ulf Riechert. Die Gemeinde plant für das nächste Jahr 20 Bauplätze auszuweisen, ein gültiger B-Plan liegt schon lange vor.

Pluspunkte sind auch der Radweg und die gute Infrastruktur mit Firmen, allen voran Caravan Wendt aus Aushängeschild, das Kremmin weit über Kreis- und Landesgrenze bekannt macht.

Was noch besser gelingen müsste, ist der Zusammenhalt der Ortsteile. Die Beckentiner müssten mehr in die Aktivitäten der Gemeinde mit einbezogen werden. Auch fehlt dort ein Raum, wo Veranstaltungen stattfinden könnten.

Aktuell kann das Gemeindehaus in Kremmin nur zur Miete genutzt werden, auch das Grundstück gehört der Kommune nicht. Seit dem Sommer reifte in der Gemeindevertretung die Idee, das Sportgebäude am Sportplatz mit angrenzender Lagerhalle als Domizil für Gemeinde und Feuerwehr umzubauen. Die Planungen dafür sind angelaufen.

Die Einwohnerzahl erhöhen, in dem junge Leute, Familien mit Kindern ins Dorf geholt werden, sind weitere wichtige Vorschläge. „Dazu müssen Sie Ihre Stärken zu Werbeträgern machen, wenn es Ihnen gelingen soll, Leute hierher in die Gemeinde zu holen. Das Dorfleben mit all dem Positiven nach außen tragen. Sie machen richtig was los für alle Generationen“, lobt Prof. Bombeck.

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