Ludwigslust : Kreisverband löst sich auf

Zahl der aktiven Heimatvertriebenen sank – Vorstand registrierte zudem ausbleibende Unterstützung

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03. März 2020, 05:00 Uhr

Den Kreisverband des Verbandes der Heimatvertriebenen gibt es nicht mehr. Er hat beschlossen, sich aus dem Zentralregister für Vereine und Verbände streichen zu lassen. Darüber informierte Vorstandsmitglied Herbert Knötel. „Nach langen Überlegungen musste der Verband einschätzen, dass sowohl finanzielle Unterstützungen als auch andere Unterstützungen für die Aktivitäten der Heimatvertriebenen vom Kreis und vom Land ausblieben“, so Knötel. Ein weiterer Grund für den Schritt sei jedoch auch, dass ein Teil der Mitglieder verstarb oder aus Altersgründen nicht mehr aktiv sein konnte.

Zu DDR-Zeiten sei der Regierung der Begriff Umsiedler für die Heimatvertriebenen wegen des Verhältnisses zur damaligen Sowjetunion angenehmer gewesen, so Herbert Knötel. Aktivitäten der betroffenen Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben worden waren, kamen so erst nach der Wende in der damaligen DDR richtig in Gang. Im damaligen Kreis Ludwigslust gründete sich der Verband der Heimatvertriebenen unter Vorsitz von Leo Wertig. Viele Aktivitäten entwickelten die Mitglieder dann auch unter der Leitung von Siegfried Kirschke, der dann den Vorsitz übernahm. „Höhepunkt war die jährliche Zusammenkunft aller Vertriebenen im Kreis mit einem kleinen Kulturprogramm in Ludwigslust“, erinnert Herbert Knötel. „Immer waren etliche Mitglieder bei der zentralen Veranstaltung aller Heimatvertriebenen Deutschlands in Berlin vertreten.“

Nun bleibt dem Vorstand nur noch, sich zu bedanken – bei allen Mitgliedern für ihre jahrelangen Aktivitäten und Treue sowie beim langjährigen Vorsitzenden Siegfried Kirschke.

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