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Gefahr auf L 072 : Kreis lässt Kamerunschafe erschießen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Wegen Unfallgefahr auf Weselsdorfer Kreuzung musste die Behörde handeln

svz.de von
erstellt am 12.Sep.2016 | 20:45 Uhr

Wer öfter auf der L 072 Richtung Wöbbelin oder Ludwigslust unterwegs ist, hat sie sicher schon einmal gesehen: zwei Kamerunschafe. Die verwilderten Tiere lebten auf den Wiesen an der großen Kreuzung Richtung Weselsdorf bzw. Neustadt-Glewe. Zumindest bis vergangenen Mittwoch, denn an diesem Tag wurden die Schafe in den Abendstunden von einem Jäger der unteren Jagdbehörde des Landkreises erschossen.

Bereits seit mehreren Wochen gingen immer wieder Anrufe bezüglich der Tiere bei der Polizei ein. „Die Meldungen wegen der Schafe haben sich in den letzten Wochen extrem gehäuft. Immer wieder berichteten Autofahrer, dass die Tiere auf der Straße herumliefen oder sehr dicht an der Fahrbahn weideten“, so Klaus Wiechmann, Pressesprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust. Eine große Gefahr auf einer viel befahrenen Bundesstraße, die glücklicherweise ohne Unfälle blieb. Die Beamten mussten ihrer Mitteilungspflicht an das Amt Ludwigslust-Land nachkommen, weil die Tiere nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fallen. Da die Kamerunschafe eindeutig herrenlos waren und die öffentliche Ordnung gefährdeten, stellte das Amt einen entsprechenden Antrag an die untere Jagdbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim, um die Tiere zum Abschuss freizugeben. „Es wäre einfach zu gefährlich, die Schafe im Bereich einer so großen Kreuzung laufen zu lassen. Viele Autofahrer lassen sich davon ablenken und es hätte zu Unfällen kommen können. Deswegen muss vorher gehandelt werden“, bestätigt Andreas Bonin, Pressesprecher des Landkreises.

Bei den Kamerunschafen handelte es sich höchstwahrscheinlich um ein männliches und ein weibliches Tier. Wie lange die Schafe dort gelebt haben und wie sie überhaupt dort hingekommen sind, ist nicht bekannt.

 

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