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Ludwigsluster Tageblatt

21. November 2017 | 03:56 Uhr

Ludwigslust : Konturen müssen verschwimmen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Kinder nehmen am Graffitiferienlager des Ludwigsluster Zebef e. V. teil / Trafohäuschen der Stadtwerke mit Motiven verziert

von
erstellt am 18.Aug.2014 | 19:00 Uhr

Jule und Svenja schieben ihren Mundschutz auf die Stirn und betrachten ihr Werk. „Das sieht doch schön aus“, findet die 11-jährige Jule, während die 10 Jahre alte Sevenja zustimmt. Die beiden Mädchen gehören zu eine Gruppe von 15 Kindern, die am Graffitiferienlager des Zebef e. V. teilnehmen und zuletzt ein Trafohäuschen an der Helene-von-Bülow-Straße in Ludwigslust mit bunten Farben gestaltet haben.

Die Mädchen und Jungen arbeiten unter Anleitung des Hamburger Künstlers Jonathan Sachau und des Erziehers Benjamin Schwarz. Beide geben ihnen wertvolle Tipps, wie die Graffiti-Zeichnungen am besten auf die Wand gebracht werden können. Jule und Svenja, die bei Wittenburg zuhause sind, haben sich für ein Motiv mit vielen Pflanzen und Tieren entschieden. „Ich mag Tiere“, begründete Svenja ihre Entscheidung. Ein Ausschnitt des Motivs der Mädchen zeigt Fische im Wasser. „Die Konturen von Fischen verschwimmen im Wasser. Das muss auch bei eurer Zeichnung sichtbar werden“, erklärt Jonathan Sachau, greift eine Sprühdose und führt es den Mädchen vor.

Doch nicht nur Tiermotive zieren jetzt das Trafohäuschen der Stadtwerke Ludwigslust-Grabow. Andere Kinder haben als Motiv das Stadtwappen von Ludwigslust gewählt. Maximilian (12) aus Schwerin meint: „Das passt doch prima zur Stadt.“ Auf einer weiteren Wand ist unter anderem die Stadtkirche zu sehen, gleich um die Ecke ein bunt gestalteter Schriftzug „Lulu“. „Wir haben vorher einzelne Motive auf Papier gezeichnet, auch im Internet nach Vorlagen gesucht“, sagt Jonathan Sachau.

„Für die Kinder ist es immer wieder schön, im öffentlichen Raum Plätze und damit praktisch ihre eigene Umwelt zu gestalten.“ Er betont, dass Graffiti für die meisten Mädchen und Jungen ein völlig neues Medium sei, sie bis dahin meist gemalt oder gezeichnet haben.

Doch im Graffitiferienlager des Zebef e. V. wird nicht nur gesprüht. Die Mädchen und Jungen sind auch viel unterwegs, spielen gemeinsam Fußball oder Volleyball und erleben schöne Ferientage.

 

 

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