Ludwigslust : Knolle darf nicht grün werden

Steffen Schwedt von der Kartoffelmarkt Sülte GmbH zeigt, wie die Erde angehäuft wird.  Fotos: andreas münchow
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Steffen Schwedt von der Kartoffelmarkt Sülte GmbH zeigt, wie die Erde angehäuft wird. Fotos: andreas münchow

Ludwigsluster Fritz-Reuter-Schule beteiligt sich an der Aktion „Kids an die Knolle“ des Deutschen Kartoffelhandelsverbands

svz.de von
14. Juni 2016, 21:00 Uhr

„Ihr müsst um die Knolle herum den Boden anhäufen, sonst wird sie grün und giftig“, warnt Steffen Schwedt. Der Geschäftsführer der Agp Kartoffelmarkt Sülte GmbH besuchte gestern die Kids der Klasse 3 b der Ludwigsluster Fritz-Reuter-Schule in deren Schulgarten. Und staunte, was die Kinder dort alles anbauen: von Erdbeeren über Erbsen und Kürbis bis zum Getreide. Und natürlich Kartoffeln. Rund 180 Pflanzen sind im Schulgarten im Boden. Für die sind speziell die Klassen 3a und b verantwortlich.

Sie beteiligen sich derzeit am Projekt „Kids an die Knolle“ , das der Deutsche Kartoffelhandelsverband bereits seit einigen Jahren durchführt. „Die Kinder kennen die Kartoffel meist nur aus dem Laden oder, wenn sie auf den Tisch kommen. Mit der Aktion wollen wir ihnen näher bringen, wo die Kartoffeln eigentlich herkommen“, sagt Steffen Schwedt.

Das ist übrigens auch eines der Anliegen der Lewitzer Tüffelwochen im Herbst. Karen Lange vom Lewitz-Verein, der die Aktion unterstützt: „Da lernen die Kinder ebenfalls viel über die Kartoffel, welche schmackhaften Speisen man aus ihnen zubereiten kann.“

Brian aus der 3b macht gerne mit. „Ich habe fünf Reihen Kartoffeln im Schulgarten gepflanzt“, sagt der Neunjährige stolz und berichtet, dass er auch zu Hause im Garten hilft: „Ich zupfe da Unkraut, pflücke Erdbeeren und esse sie auch.“

Dann schnappt sich Brian einen Grubber und lässt sich von Steffen Schwedt zeigen, wie man den Boden um die Kartoffelpflanze am besten auflockert und anhäuft. „Vor allem kommt es darauf an, dass ihr den Boden schön feucht haltet, damit die Kartoffeln gut gedeihen können. Aber bald sind ja Ferien“, meint der Experte etwas skeptisch.

Doch Klassenlehrerin Claudia Plickat beruhigt. „Wir haben Eltern, die immer bereit sind, mit Kindern und Lehrkräften in den Ferien im Schulgarten nach dem Rechten sehen und einige Arbeiten zu erledigen. Da wird dann auch gegossen“, sagt die Lehrerin. Schon in den nächsten Tagen wird sie entsprechende Briefe an Eltern schicken. Wie schon erwähnt, pflegt die 3b das Kartoffelfeld gemeinsam mit der Klasse 3a und deren Klassenlehrerin Sabine Gude. „Jede Klasse ist einmal in der Woche hier im Schulgarten und kümmert sich um die Kartoffeln. Wenn wir dann nach den Sommerferien die ersten Knollen ernten können, machen wir daraus in der Schule zum Beispiel Kartoffelpuffer oder -mus und probieren das aus“, blickt Klassenlehrerin Claudia Plickat schon mal voraus.

Bevor es dann gestern wieder in die Schule ging, erzählte die bekannte „Kartoffelmaus“ den Kindern im Garten noch eine Geschichte – natürlich zur Kartoffel.

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