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Parken in Ludwigslust : Knöllchenfrust nach dem Urlaub

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Schlossplatz wird immer wieder zum Parken genutzt. Briefe verärgerter Touristen erreichen Verwaltung

von
erstellt am 07.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Seinen Besuch in der Kirche hat Horst D. aus Billerbeck in Nordrhein-Westfalen teuer bezahlt. 15 Euro sollte er für Parken im „eingeschränkten Halteverbot für eine Zone“ bezahlen. Und er ist stinksauer. Der Billerbecker gibt zu, dass er auf dem Schlosspark geparkt hatte. „Ich habe mich in die schon rund 30 parkenden Pkw eingereiht“, schreibt er in einem Brief an die Stadt, den er auch an die SVZ geschickt hatte. „Bei meiner Rückkehr stellte ich fest, dass alle Fahrzeuge ein Knöllchen bekommen hatten. Das zeigt doch, dass es ein zu kleines und schlecht einsehbares Verbotsschild gegeben haben muss.“ Er fragt zudem, warum es auf dem großen Platz keine Parkstreifen gebe. „Ich habe die Vermutung, hier soll bewusst abgezockt werden und das auch noch an einem Sonntag.“

Im Ludwigsluster Rathaus landen immer wieder solche und ähnliche Briefe und Mails von erbosten Besuchern der Stadt. Jüngst habe eine Dame geschrieben, dass ihre gute Erinnerung an die Stadt durch diese formalistische Handhabung getrübt werde, berichtete Bürgermeister Reinhard Mach, betonte aber gleichzeitig, dass von Formalismus keine Rede sein könne. „Wenn ich Verkehrsteilnehmer, die sich nicht an Recht und Gesetz halten, nicht sanktioniere, bestrafe ich doch die, die sich richtig verhalten.“ Man könne unterschiedlicher Auffassung sein, ob man den Schlossplatz zuparken sollte. „Die Stadt hatte sich vor Jahren dagegen entschieden“, so Reinhard Mach. Schließlich besuche niemand Ludwigslust, um parkende Autos auf dem Schlossplatz zu sehen. Doch erleben kann man es an nahezu jedem Wochenende. Dabei wird mit Schildern im Bereich Schlossfreiheit und an der Schlossbrücke jeweils auf den Beginn der Zone mit eingeschränktem Halteverbot hingewiesen. Möglicherweise sorgen die ausgewiesenen Parkplatze am östlichen Rand für Irritationen, räumte Reinhard Mach ein.

Allerdings nicht nur die. Auch dass die Schilder immer mal wieder zugehangen sind und damit das Parken auf dem Schlossplatz erlaubt wird, verwundert den einen oder anderen. „Einen entsprechenden Antrag kann jeder an die Verkehrsbehörde des Landkreises stellen“, erklärte Reinhard Mach dazu. Wenn diese die verkehrsrechtliche Anordnung erlässt, ist der Platz freigegeben.

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