zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

24. November 2017 | 02:41 Uhr

Ludwigslust : Klettern auf dem Ameisenhaufen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Arbeiten im Mehrgenerationenpark am Alten Forsthof in Ludwigslust auf der Zielgeraden / Offizielle Eröffnung am 12. Juli

Ein Riesensandkasten zieht die Kinder magisch an, Bänke, die der Fantasie des Künstlers Igor Korshun entspringen, laden zum Verweilen ein. Und auch das Projekt von Ludwigsluster Schülern wertet das Areal am Alten Forsthof auf besondere Weise auf. Gemeinsam mit dem Künstler und Lehrer Frank Goohsen verleihen die Schüler des Goethe-Gymnasiums Ludwigslust dem Mehrgenerationenpark noch ein bisschen mehr Farbe. Die Zehntklässler bemalen dazu alte Betonschachtringe, die später als Sitzgelegenheiten dienen sollen. Dazu haben sie sich vorher im Unterricht Skizzen gemacht. Thema: Steinzeit.

„Ist auf jeden Fall besser als in der Schule zu sitzen“, so Johanna Sasse, die auch an dem Kunstprojekt beteiligt ist. Dazu Architektin Andrea Spaethe: „Grundsätzlich ging es mir darum, dass die Motive in die Natur mit einfließen.“

Bewusst wurde bei der Parkgestaltung alles so natürlich wie möglich belassen und gewisse Bereiche sind deswegen auch ungemäht. „So was bekommt man nur, wenn man selbst in den Wald geht“, unterstreicht die Architektin, die das Projekt „Kunst trifft Spiel“ im Auftrag der Stadt erst verwirklicht hat.

Viele ihrer Projekte sind Bürgerprojekte, die den Zusammenhalt der Gemeinden stärken sollen. Leider war die Beteiligung nicht so stark wie erwartet. Trotzdem sind bei dem Arbeitseinsatz im Juni mit Unterstützung des Holzkünstlers Igor Korshun Sitzgelegenheiten entstanden. Besonders spannend ist aber ein Ameisenhaufen aus Holz, auf dem Klein und Groß klettern kann.

Außerdem zieren viele Skulpturen des Kunst- und Kulturvereins Ludwigslust den Park und laden zum Verweilen oder Staunen jegliche Generationen ein. „Die Besucher sollen die Doppelnutzung der vielen Elemente im Park erkennen und frei entscheiden, was sie wie nutzen“, so Andrea Spaethe. Besonders wichtig ist der Architektin dabei jedoch die Unterscheidung zwischen „bespielbarer Kunst“ und „nicht bespielbarer Kunst“. In gewisser Weise ist es auch ein Versuch, ob die Besucher den Unterschied erkennen und wahren.

Bis zur Eröffnung ist es zwar nicht mehr lange hin, trotzdem gibt es laut Andrea Spaethe noch einiges zu tun. Zum Beispiel steht die Spielplatzabnahme an und die Skulpturen müssen standstabil sein. Wahrscheinlich wird es demnächst auch noch eine Lagebeschreibung für das „Vergessene Eckchen“ geben, um die Besucher anzulocken.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen