Grabow : Kleinod und Kulturzentrum

Hannelore Huth beim Anschneiden der Jubiläumstorte.  Fotos: Michael Seifert
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Hannelore Huth beim Anschneiden der Jubiläumstorte. Fotos: Michael Seifert

Das Heimatmuseum der Stadt Grabow feierte am Donnerstagabend mit einem festlichen Empfang das 80-jährige Bestehen

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05. Dezember 2014, 07:00 Uhr

Das Heimatmuseum Grabow hatte am Donnerstagabend außergewöhnlich viele große und kleine Gäste, und das aus einem besonderen Grund: Das ehrwürdige und traditionsreiche Haus feierte sein 80-jähriges Bestehen. Mit einem Rückblick in die Historie und einen Ausblick auf Kommendes: Museumsleiterin Hannelore Huth hatte dafür nicht nur eine Rede vorbereitet, sondern in den letzten Tagen und Wochen auch eine sehr schöne Sonderausstellung zum Jubiläum vorbereitet. Die Mädchen und Jungen der Klasse 3b der Grundschule Eldekinder zeigten ein kleines Programm und verteilten selbst gebackene Kekse. Es gab Schmalzstullen und mit einem Glas Sekt konnten die Gäste, unter ihnen auch zahlreiche Wegbegleiter und Unterstützer des Museums, auf das 80-jährige Bestehen anstoßen. Und nicht zuletzt war es Hannelore Huth, die die Jubiläumstorte anschnitt.

Das Grabower Museum ist auf Veranlassung von Studienrat Oskar Kurz 1934 gegründet worden. In einer umfangreichen Sammlung wurde jedes in der Stadt ausgeübte Handwerk dargestellt. Die Geschichte der Stadt, das Schicksal des Schlosses fanden einen gebührenden Platz. 1945 in den Wirren der ersten Nachkriegstage, wurde dieses Museum durch einen Brand vernichtet. Ein unwiderbringlicher Verlust.

1946 begann der Arzt Dr. Willy Havemann mit dem Aufbau einer neuen stadt- und heimatgeschichtlichen Sammlung, die seit 1952 der Öffentlichkeit gezeigt wird.

In den Jahren 1965-1994 befand sich das Museum im Gebäude Am Markt Nr.1, rechts neben dem Rathaus - heute Stadtverwaltung. „Die wenigen kleinen Räume erwiesen sich mit der Zeit als unzureichend. Bei der Suche nach neuen Möglichkeiten stießen wir 1988 auf das ungenutzte Grundstück in der Marktstraße Nr. 19, in dem zuletzt der VEB Dauerbackwaren Kekse und Waffeln herstellte“, sagte Hannelore Huth. Und die Museumsleiterin erinnert in diesem Moment auch an jene, die sich für den Fortbestand des Museums eingesetzt haben, so wie Christine Poschwatta und Sabine Vogel. Auch Bürgermeister Stefan Sternberg fand anerkennende Worte für die Grabower und Grabowerinnen, die sich in all den Jahren für dieses Haus engagierten. „Dank an alle, die sich immer wieder für den Erhalt des Museums eingesetzt haben“, so der Bürgermeister und hob hervor, dass ein Museum für die Kommunen in Zeiten knapper Kassen keine Selbstverständlichkeit ist. Der Bürgermeister überreichte Hannelore Huth als besonderes Dankeschön einen großen Blumenstrauß. „Das Haus lebt durch seine Akteure und da ganz besonders von Hannelore Huth, die nicht nur die 30 Stunden da ist, sondern weit mehr bringt“, formulierte es Stefan Sternberg.

Blumensträuße und Ehrenurkunden gab es auch für Marion Arndt, Dagmar Koltzau, Ria Hoffmeister, Bodo Lamprecht und Hans-Peter Dalchow, die als ehrenamtliche Helfer das Museum am Leben halten und immer da sind, wenn man sie braucht.

Seit dem 5. Mai 1994 befindet sich das Museum der Stadt im Wohnhaus der ehemaligen, über Mecklenburgs Grenzen hinaus bekannten Pfeffernuß- und Bisquitfabrik von Gustav Ritter, welche bis in die Gegenwart Grabows Namen mit den begehrten Mohrenküssen verbindet. Die Ausstellungsräume verteilen sich über zwei Etagen des ehrwürdigen Bürgerhauses. Aber wenn das Historische Archiv der Stadtverwaltung im März 2015 in das neue Museumsdepot am Hafen umzieht, wie es der Bürgermeister ansprach, wird es auch mehr Platz geben für die Exponate des Heimatmuseums Grabow.




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