Ludwigslust : Kleingärtner können hoffen

fixi_lulu_14

Ludwigsluster Stadtvertretung will Eigenheimbaugebiet erweitern, Nutzer der Parzellen aber nicht verprellen

svz.de von
21. März 2016, 21:00 Uhr

Die Stadt Ludwigslust wird das bereits in Arbeit befindliche Eigenheimbaugebiet am Georgenhof grundsätzlich erweitern. Markanter Punkt darin ist das ehemalige Wasserwerk am Laascher Weg. Allerdings soll der Plan nicht mit einer Kündigung der dort genutzten Gartenflächen einher gehen.

Die Nachfrage nach Eigenheimbauplätzen in der Lindenstadt ist anhaltend hoch. Deshalb werden weitere Flächen benötigt. Doch das Angebot in dieser Beziehung ist nicht unendlich. Bauplätze kontra Gartenflächen – auf diese These schien sich vor der letzten Sitzung der Stadtvertretung die Problematik zu reduzieren.

Allerdings hat die Stadtverwaltung in ihrem Beschlussvorschlag für die Aufstellung des Bebauungsplanes bereits vorgebaut und darin festgelegt, dass die Gartenbesitzer nicht mit einer Kündigung ihrer Parzellen rechnen müssen, sondern eine Ausweisung von Bauland erst nach Brachfallen der Gartenparzellen erfolgen soll. Das war dem Präsidenten der Stadtvertretung, Helmut Schapper (CDU), auch noch einmal wichtig zu unterstreichen, dass das Stadtparlament nicht Bauwillige und Gartennutzer gegeneinander ausspielen wolle. Zuvor hatte SPD-Stadtvertreter Reiner Altenburg an den Auftrag der Stadtvertretung erinnert, die Interessen Ludwigslusts im Blick zu behalten. „Es kann nicht sein, dass am Ende im ungünstigen Falle ein Gartenbesitzer ein zukünftiges Eigenheimgebiet verhindern kann“, sagte er.

Ob das künftige Gebiet am Ende von den potenziellen Häuslebauern in dem erhofften Maße angenommen wird, bleibt abzuwarten. Die östliche Begrenzung bildet zum Beispiel die Bahnstrecke nach Parchim.

Und auch der Vorsitzende der betroffenen Kleingartensparte „Zur Eiche“, Reinhard Schwarz, zeigt sich nach der Stadtvertretersitzung nur vorsichtig optimistisch. „Alles hängt davon ab, was nachher im Text des Beschlusses steht“, sagt er. „Wenn wir auch weiterhin Gärten vergeben dürfen, ist alles in Ordnung. Wenn nicht, bleibt die Unsicherheit.“ Viele Vereinsmitglieder sind ältere Bürger, die in absehbarer Zeit ans Aufhören denken. Im Moment sind von den 49 Kleingärten etwa 40 belegt. Im letzten Jahr sind sechs Parzellen neu vergeben worden, zum Teil an junge Leute.

Der Spartenvorstand hofft einfach, dass die Stadt zu ihrem Wort steht. Denn Bürgermeister Reinhard Mach hatte bereits im Herbst letzten Jahres zu beruhigen versucht: „Die Fläche ist groß genug, um erstmal auch ohne die Gärten etwas machen zu können“, so der Verwaltungschef.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen