„Simsalaboom“-Festival : „Kleines Utopia an der Rögnitz“

Urlaub zum Arbeiten: Ole Gütschow veranstaltet seit fünf Jahren das „Simsalaboom“-Festival in Menkendorf.  Fotos: Raab (3)
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Urlaub zum Arbeiten: Ole Gütschow veranstaltet seit fünf Jahren das „Simsalaboom“-Festival in Menkendorf.

„Simsalaboom“-Festival fand zum fünften Mal statt – mehr als 8000 Besucher kamen nach Menkendorf und feierten

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01. August 2016, 12:54 Uhr

Angefangen hatte alles vor fünf Jahren. „Wir hatten Lust, etwas eigenes zu machen“, erzählt Ole Gütschow. So seien er und sein Kumpel Robert Pitschmann auf die Idee gekommen, ein Festival zu organisieren: „Simsalaboom“ war geboren. Anfangs hätten sie trotz beachtlicher 600 Besuchern noch Miese gemacht, doch das sei mittlerweile vergessen. Am vergangenen Wochenende feierten die Veranstalter nun ihr fünfjähriges Jubiläum – mit rund 8000 Besuchern aus ganz Deutschland und Europa.

„Relax, Have Fun and Enjoy!“ war auch in diesem Jahr wieder das Motto des Festivals, dessen Idee laut Gütschow ziemlich einfach sei: „Wir wollen uns keine goldene Nase verdienen, sondern einfach nur Spaß haben. Gemeinsam mit Spaß mit vielen Freunden. Und so ein kleines Utopia an der Rögnitz entstehen zu lassen.“ Und das Konzept kommt an – bei jungen Gästen genauso wie bei Familien. „Egal ob unsere Besucher an den zahlreichen Workshops teilnehmen, um riesige Seifenblasen entstehen zu lassen oder das Spielen mit der Ukelele zu erlernen oder einfach nur im ,Chillout-Bereich’ in den Hängematten faulenzen wollen. Bei uns ist für jeden etwas dabei“, sagt Marleen Pfefferkorn, eine der vielen freiwilligen Helfer.

Ob Ruhe oder Party können die „Simsalaboom“-Besucher selbst entscheiden – auf rund 20 Hektar gibt es genügend ruhige Plätze, an denen man nicht Goa- und Techno-Bässen lauschen muss. Wer jedoch rund um die Uhr Lust auf Party hat, wird in Menkendorf nicht enttäuscht. Von Freitagabend bis Sonntagabend sind die Floors und Bühnen auf dem Festival-Areal ständig mit DJs, Künstlern und Bands besetzt. Und auch für den eigenen Auftritt steht mit der Kleinkunstbühne ein passender Ort bereit.

Um ein Festival mit 8000 Besuchern in vernünftigen Bahnen halten zu können, seien gewisse Regeln und Maßnahmen notwendig, erklärt Gütschow: „Natürlich stehen wir immer in Kontakt mit der Polizei und den Rettungskräften und haben auch selbst Sicherheitskräfte vor Ort. Aber bisher hatten wir fast keine Probleme mit Gewalt. Wer Stress macht, ist bei uns nicht willkommen und muss gehen.“ Schließlich soll „Simsalaboom“ auch im nächsten Jahr wieder stattfinden. „Alles, was wir in diesem Jahr an Verdienst übrig haben, fließt in das nächste Festival“, erläutert Veranstalter Gütschow, der sich jedes Jahr vier Wochen Urlaub für die Organisation und Durchführung des Festivals nimmt. Urlaub, um zu Arbeiten. „Das ist es mir wert. Schließlich freue ich mich ja selbst jedes Jahr wieder darauf“, erklärt Gütschow. Das sehen die anderen Besucher bestimmt auch so.

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