Kremmin : Kleine Gemeinde, große Projekte

Fritz Buhmann, Manfred Swiontek, Walter Buhmann, Ralf-Peter Riechert, Rainer Schmidt und Peter Freitag (es fehlt Gerd Wittenberg) haben die Markthütten auf Vordermann gebracht und stehen für weitere Projekte in der Gemeinde bereit. Fotos: Kathrin Neumann
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Fritz Buhmann, Manfred Swiontek, Walter Buhmann, Ralf-Peter Riechert, Rainer Schmidt und Peter Freitag (es fehlt Gerd Wittenberg) haben die Markthütten auf Vordermann gebracht und stehen für weitere Projekte in der Gemeinde bereit. Fotos: Kathrin Neumann

Kremmin will Sportgebäude umbauen und Wohngebiet erschließe. Beim Neujahrsempfang engagierten Senioren gedankt

svz.de von
08. Januar 2018, 07:00 Uhr

Normalerweise sind Fritz Buhmann und Rainer Schmidt beim Neujahrsempfang der Gemeinde Kremmin nicht dabei. Aber diesmal hatte Bürgermeister Ulf Riechert sie und fünf andere ältere Herren extra eingeladen. „Sie haben die Hütten für unseren Weihnachtsmarkt tipptopp vorbereitet und wollen uns weiter unterstützen“, erklärte der Bürgermeister, ehe er den engagierten Helfern dankte.

Angefangen hatte alles beim Kremminer Weihnachtsmarkt 2016, als auf einem kleinen Aushang Paten für die Buden gesucht wurden. „Sie waren schon ganz schön kaputt, zum Teil verwittert“, erzählte Fritz Buhmann. „Wir haben viele Bretter ausgetauscht.“ Und die Häuschen komplett neu gestrichen, ergänzte Rainer Schmidt. Er sieht in dem gemeinsamen Werk noch einen anderen Gewinn. „Es war schön, sich einfach mal zu treffen“, sagte er. „Früher hatten wir hier eine Kneipe, aber die gibt es nicht mehr.“

Beim Neujahrsempfang schaute Ulf Riechert zurück aufs vergangene Jahr und voraus auf die Vorhaben für 2018. Nachdem Ende des Jahres die LED-Straßenbeleuchtung fertiggestellt werden konnte, warten nun noch größere Projekte. „Wir wollen mit der Erschließung unseres neuen Wohngebietes beginnen, in dem bis zu 23 Häuser Platz haben“, erklärte der Bürgermeister. „In der ersten Bauphase werden es sechs Grundstücke sein.“ Die Arbeiten sollen im Frühjahr ausgeschrieben werden. Damit treibt die Gemeinde ein Vorhaben voran, das schon einige Jahre alt ist. Der Bebauungsplan sei bereits seit 2000 fertig. „Jetzt wollen wir ihn umsetzen, damit junge Leute ins Dorf ziehen können“, so Riechert. „Andere Bauplätze haben wir nicht.“ Interesse gebe es, von jungen Leuten etwa, die in Kremmin aufgewachsen sind, inzwischen aber in Hamburg leben und arbeiten. Die A 14 mache solche Überlegungen möglich, so Riechert.

Doch bevor im Eigenheimgebiet Bagger rollen können, will die Gemeinde das zweite große Projekt anpacken. Das Gebäude am Sportplatz soll grundlegend saniert und zum Multifunktionsgebäude umgebaut werden. Rund 500 000 Euro will die Gemeinde investieren. Fördermittel sind in Aussicht gestellt, die Baugenehmigung ist beantragt.

Für eine so kleine Gemeinde – in Kremmin mit dem Ortsteil Beckentin leben 235 Einwohner – sei der Umbau des Gebäudes eine große Investition, sagte Stefan Sternberg, der leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Grabow. „Aber wenn es so ein aktives gesellschaftliches Leben wie in Kremmin gibt, erübrigt sich die Frage, ob so ein multifunktionelles Gebäude nötig ist.“ Auch SPD-Landtagsabgeordneter Dirk Friedriszik lobte die Arbeit in der Gemeinde Kremmin. „Was ihr macht, ist beispielgebend.“

Neben der Feuerwehr, ohne die viele Aktivitäten gar nicht machbar wären, und der Frauensportgruppe sei in Kremmin die BSG Empor Grabow zur dritten Größe geworden, so Ulf Riechert. „Ihr macht eine super Kinder- und Jugendarbeit. Hut ab, was ihr auf die Beine gestellt habt“, sagte er an den Vereinsvorsitzenden Fred Kautz gewandt.

Die handwerklich versierten Senioren werden auch in diesem Jahr Gelegenheit haben, sich zu treffen. „Sie wollen das Lagergebäude am Sportplatz, in dem sich über die Jahre viel angesammelt hat, von Grund auf aufräumen“, freute sich der Bürgermeister über die angekündigte Hilfe. „Und auch wenn es vor der Sanierung um die Entkernung des Sportgebäudes geht, wollen sie dabei sein.“






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