Klein Krams : Klein Krams bekommt seine Straße

Dr. Olaf Hinrichs.
Dr. Olaf Hinrichs.

Antrag eines Kreistagsmitglieds aus der Region zeigt, wie Demokratie funktionieren kann / Jahre lang gehegter Wunsch wird nun erfüllt

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25. März 2014, 07:00 Uhr

Die Klein-Kramser werden in diesem Jahr endlich eine neue Ortsdurchfahrt bekommen. Der Kreistag hat während seiner Haushaltsdiskussion in der letzten Woche einen entsprechenden Antrag von Dr. Olaf Hinrichs angenommen und in den nunmehr beschlossenen Haushalt eingestellt. Die Kreistagsmitglieder befanden die Argumentation für schlüssig und stimmten einmütig zu. Damit rückt unerwartet die Erfüllung eines lange gehegten Wunsches in greifbare Nähe. Schon seit 2005 kämpft die Gemeindevertretung Alt Krenzlin um die Erneuerung des ca. 300 m langen Teilstücks der Kreisstraße 33 im Ortsteil Klein Krams. Bürgermeister Rainer Schmidt hatte in der Einwohnerfragestunde der Januar-Kreistagssitzung die Lage ausführlich dargestellt.

Der Handlungsdruck auf den Landkreis wächst, weil die Gemeinde Alt Krenzlin für ihren Ortsteil Klein Krams bereits in Vorleistung gegangen ist. In den Gesprächen mit der Kreisstraßenmeisterei war als Bedingung für die Erneuerung der Straße die Verlegung des vorhandenen Gehweges genannt worden. „Unter Vertrauen auf diese Zusage haben die Bürger in Eigeninitiative den alten Gehweg aufgenommen, Land für einen neuen Gehweg zur Verfügung gestellt und die Gemeinde hat im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens einen neuen Gehweg neben der Straße errichtet“, argumentiert Olaf Hinrichs. Bei allem Verständnis für die angespannte Haushaltssituation und den Sanierungsbedarf vieler Straßen dürfe es nicht sein, dass Versprechen aus der Zeit vor der Kreisgebietsreform ignoriert würden. Es gehe um Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit von Kommunalpolitik sowohl auf Kreis- als auch Gemeindeebene, so Hinrichs, der nicht nur Kreistagsmitglied, sondern auch Göhlener Bürgermeister und Amtsvorsteher Ludwigslust-Land ist.


Hartnäckigkeit hat sich bezahlt gemacht


Die Antwort der Kreisverwaltung auf die Anfrage des Krenzliner Bürgermeisters auf dem Kreistag am 23. Januar atmete Pessimismus. Der für 2014 vorliegende Bedarf ließe eine Einordnung dieser Maßnahme nicht mehr zu, hieß es dort. Damit wollte sich Hinrichs nicht zufrieden geben. Was gebaut wird und was nicht, entscheide immer noch der Kreistag, sagt er. Setzte sich hin, unterbreitete einen tragfähigen Deckungsvorschlag für die Maßnahme und hatte Erfolg.

„Es ist ein schöner Abschluss meiner Kreistagsarbeit“, freut sich der Antragsteller über die Abstimmung. Und der Krenzliner Bürgermeister ist ebenfalls voller Genugtuung: „Toll, dass wir die Straße kriegen. Die Einwohner haben für die Umverlegung des Gehweges auf Land verzichtet. Das war nun nicht umsonst“, so der Bürgermeister.

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