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Ludwigsluster Tageblatt

17. August 2017 | 19:38 Uhr

dömitz : Klappmaul Momsen als Militär

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

10. Norddeutsche Tage und Kunsthandwerker-Markt feierten auf der Dömitzer Festung Jubiläen

Die Sonne brannte schon am Vormittag des Pfingstsonntags unerbittlich auf die Festung Dömitz. Und so suchten sich viele der Besucher erstmal ein schattiges Plätzchen unter den Bäumen im Festungshof. Doch die Stimmung bei den 10. Norddeutschen Tagen an der Elbe war trotz – oder gerade wegen – der heißen Temperaturen, die gegen Mittag noch stiegen, gut.

Der Kunsthandwerker-Markt feierte bereits sein 20-jähriges Jubiläum. Musiker garantierten Unterhaltung, und auch für Essen und erfrischende Getränke war gesorgt. Durch das Programm führte Norbert Bosse, der zunächst den Landesfanfarenzug Hamburg begrüßte. Die Musiker zogen unter den Klängen von Marschmusik in die Festung ein.

Vor und nach der Fritz-Reuter-Bühne Schwerin war laut Plan das Jubiläumskonzert „35 Jahre Godewind“ geplant. Doch wegen des plötzlichen Todes von Band-Gründungsmitglied Ernst „Larry“ Evers Ende Mai hat die Gruppe alle Konzerte abgesagt.

Nicht fehlen durfte natürlich Klappmaul-Komiker Werner Momsen aus Hamburg. Sein Talk mit Moderator Norbert Bosse begeisterte das Publikum immer wieder. Und selbst für Werner Momsen gibt es Dinge, von denen er bisher noch keine Ahnung hatte: Beim Auftritt des „Lützower Freikorps“ durfte Klappmaul Momsen den Feuerbefehl für eine Kanone der „Lützower“ geben.

Dömitz hat zur Zeit sozusagen eine Doppelspitze, wie Norbert Bosse im Gespräch mit Noch-Bürgermeisterin Renate Vollbrecht (kandidierte nach 15 Jahren im Amt nicht mehr) und ihrem Nachfolger Helmut Bode feststellte. Bode können ja nun in ein frisch saniertes Rathaus einziehen, wofür Vollbrecht das Geld ausgegeben habe. „Ich habe ja als Stadtvertreter dafür gestimmt“, schmunzelte Helmut Bode. Wie gesagt, sorgten viele Händler auf der Festung für das leibliche Wohl der Besucher. So auch die Bäckerei Carsten Voigt aus Vielank. „Wir sind seit 20 Jahren hier auf dem Markt dabei. Das Ambiente hier ist einfach super“, sagt Sabine Voigt, Mutter des Junior-Chefs Carsten Voigt. Und der ergänzt: „Extra für dieses Fest haben wir unser Festungsbrot gebacken unter anderem mit Knoblauch, Zwiebeln und Gewürzen.“

Auch der Museumsleiter auf der Festung, Jürgen Scharnweber, war am Sonntagmittag wieder begeistert: „Dömitz hat mit seinen rund 3500 Einwohnern natürlich einen kleineren Status als umliegende Städte, die ja auch ein großes Angebot an Märkten haben. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir uns durch solche Veranstaltungen überregional Gehör verschaffen.“

Bürgermeisterin Renate Vollbrecht sieht den Erfolg auch in der Kombination von Kulturprogramm und Kunsthandwerkermarkt. „Das ist bei den Menschen angekommen“, sagte sie, verschwieg aber auch nicht ihre Enttäuschung darüber, dass zur Eröffnung des Festes am Sonnabendabend nur wenige Besucher gekommen waren.

 

 

 

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erstellt am 10.Jun.2014 | 06:00 Uhr

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