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Ludwigsluster Tageblatt

11. Dezember 2017 | 20:07 Uhr

Neustadt-Glewe : Kirchturmkugel wieder zurück

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Unter Applaus montierte gestern Hans-Jürgen Güldenpenning vergoldetes Kreuz, Wetterfahne und Kugel auf Neustädter Kirchendach

von
erstellt am 15.Sep.2014 | 10:33 Uhr

Die Neustädter können sie schon vom Rathaus aus funkeln sehen: Seit gestern ist die goldene Kirchturmkugel, mit Kreuz und Wetterfahne wieder an ihrem alten Platz. Hans-Jürgen Güldenpenning hat sie auf der östlichen Flanke des Kirchendaches montiert.

Vor den Augen vieler Kirchgemeindemitglieder und Passanten, die am Vormittag laut applaudierten, als Güldenpenning die Kugel über ihnen in luftiger Höhe enthüllte. Pastorin Silke Draeger selbst hatte die Kugel wochenlang zu Hause in ihrer Bibliothek vergoldet. Als gelernte Malergesellin weiß sie, wie das geht. „Erst gründlich reinigen, dann schleifen, mehrfach anstreichen, trocknen und schließlich mit einer Klebeschicht versehen.“ Auf diese setzte die Pastorin dann das 24-karätige Gold. Plättchen für Plättchen.

Im Herbst vergangen Jahres war die verrostete Kugel samt quietschender Wetterfahne und Kreuz vom Dach geholt worden. Der Rentner und frühere Klempner Hans Jürgen Güldenpenning aus Brenz hat das alte schmiedeeiserne Kreuz zuhause in seiner Werkstatt durch ein Edelstahlkreuz ersetzt und die Halterungen aus Kupfer gefertigt. „Wenn es den Kirchen finanziell schlecht geht, helfe ich gern ehrenamtlich“, sagt der 72-Jährige. Sechzig Kirchen hat der Brenzer in seinem Leben schon bestiegen, darunter auch die Schweriner Paulskirche und den Schweriner Dom. In der Neustädter Kirchgemeinde ist der Brenzer selbst Mitglied. Die Gemeinde hatte mit einer selbstgebastelten goldfarbenen Spendenkugel Geld für die Restaurierung von Kugel, Kreuz und Hahn gesammelt. Bei Gemeindemitglied Hartmut Weinaug stand die Kugel lange Zeit im Geschäft: „Viele haben gespendet“, sagt er. „Darunter auch Touristen aus sechs Ländern.“ Am Ende kamen fast 250 Euro zusammen. Auch dafür gab es gestern einen großen Dankeschön-Applaus.

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