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Ludwigsluster Tageblatt

19. Oktober 2017 | 11:17 Uhr

Neustadt-Glewe : Kirchendach bald ganz neu

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Gotteshaus in Neustadt-Glewe: Dritte und letzte Etappe der Sanierung beginnt im Frühjahr und soll im Herbst abgeschlossen sein

von
erstellt am 24.Feb.2015 | 07:00 Uhr

Bisher hat alles bestens geklappt. Pastorin Silke Draeger hofft, dass nun auch die letzte Etappe erfolgreich bewältigt werden kann. Es geht um die Dachsanierung der evangelischen Stadtkirche St. Marien in Neustadt-Glewe. „Gegenwärtig stellen wir die Liste für die Gewerke auf. Dann erfolgt die beschränkte Ausschreibung“, sagt Pastorin Draeger. „Beschränkt“ heißt, dass Unternehmen angeschrieben werden, die für ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bekannt sind. Unter den Firmen, die ihre Angebote abgeben, werden dann die ausgewählt, welche die Arbeiten durchführen.


Westseite wird erneuert


Nachdem in den vergangenen beiden Jahren die Ostseite und der Mittelteil des Kirchendaches erneuert wurden, kommt nun die Westseite an die Reihe. Dabei müssen, wie zuvor auch, nicht einfach nur die Dachziegel ausgewechselt werden. Ganz wichtig sind Zimmererarbeiten. Die Erfahrung von 2013/14 zeigt, dass besonders Balkenköpfe vom Schwamm befallen sind, das Holz zum großen Teil ersetzt werden muss. Untersuchungen ergaben, dass der Schwammbefall im jetzt zu sanierenden Teil ebenso heftig ist.

Gegenüber den Bauetappen zuvor gibt es jetzt eine Besonderheit, die alles komplizierter macht, wie Pastorin Draeger erläutert: „Im Westbereich unserer Kirche befindet sich im ersten Obergeschoss der Gemeinderaum. Er wird während der Dacharbeiten vollkommen von einem Stützgerüst ausgefüllt sein, um die Decke während der Arbeiten auf dem Dachboden zu stabilisieren. Im Fußboden des Gemeinderaums wiederum ist eine Heizung installiert, die eventuell ausgebaut werden muss, damit sie nicht beschädigt wird.“

Ein Statiker schließlich muss prüfen, ob im Eingangsbereich des Erdgeschosses, der sich genau unter besagtem Gemeinderaum befindet, ebenfalls ein Stützgerüst zur Stabilisierung der Decke aufgestellt werden muss. „In diesem Fall müsste der Eingang während der Bauzeit geschlossen werden. Die Besucher könnten aber weiter durch den Seiteneingang in unser Gotteshaus gelangen“, sagt Silke Draeger.


Hoffnung auf viele Spenden


Auf jeden Fall werden die Arbeiten, die voraussichtlich im Mai oder Juni beginnen, keine Auswirkungen auf das Kirchenleben haben. „Gottesdienste, Trauungen und Taufen werden in der Kirche stattfinden“, versichert Draeger.

Die Dachsanierung des Westteils wird rund 108  000 Euro kosten. Die Gelder kommen u. a. vom Kirchenpatronat, von der Stiftung KiBa (Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland) und aus Eigenmitteln der Kirchengemeinde. Wie zuvor auch, freut sich Silke Draeger darüber, dass auch Städtebaufördermittel eingesetzt werden.

Um den Bau aus eigenen Mitteln finanzieren zu können, hofft Pastorin Draeger wieder auf die Spendenbereitschaft von Stiftungen und vieler Menschen. „Ich hoffe, dass die Neustädter einen langen Atem haben. Viele Einwohner begleiten die Sanierung sehr interessiert. So sprach mich kürzlich ein Mann auf der Straße an. Er sei in Neustadt aufgewachsen und meinte, es bewege ihn, wie es mit den Arbeiten in der Kirche weiter gehe“, erzählt Silke Draeger.


Abschluss für Oktober geplant


Die Erneuerung des Daches soll im Oktober beendet sein. Schon 2016 könnten die Planungen für weitere Arbeiten beginnen – im Innern der Kirche. Hier müssen u. a. Wände, Decke und elektrische Anlagen saniert werden: Arbeiten, die 2017 beginnen könnten, wie die Pastorin hofft. Gelder übrigens, die jetzt in die Baukasse für das Dach kommen und möglicherweise übrig bleiben, könnten ab 2017 dann für die weitere Verschönerung der Kirche genutzt werden.

Doch natürlich stehen 2015 nicht nur Bauarbeiten bevor. „Zu den nächsten Höhepunkten gehören ein Gottesdienst im April, der von Konfirmanden gestaltet wird, und der Bikergottesdienst am 10. Mai. Besonders freue ich mich auf das Bibelmobil, dass vom 24. bis 26. März vor der Karl-Scharfenberg-Schule stehen wird. Vormittags wird es von der Schule genutzt, nachmittags ist der Bus für alle Interessierten geöffnet“, blickt Silke Draeger voraus.

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