Ludwigslust : Kinderbetreuung hat Vorfahrt

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Zum Stichtag 1. März 2015 besuchten im Kreis Ludwigslust-Parchim 2286 Kleinkinder eine Kita / 460 waren zusätzlich bei einer Tagesmutter

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04. August 2016, 21:00 Uhr


Kinderbetreuung hat Vorfahrt. Der rechtsgültige Anspruch der Eltern auf einen Betreuungsplatz für ihre mindestens einjährigen Kinder bringt Bewegung in die Welt der Kindertagesbetreuung. Experten streiten immer noch über das Für und Wider der frühen Fremdbetreuung, die Mütter sind heilfroh über jeden ergatterten Platz. Fakt ist: Deutschland weit werden immer mehr unter Dreijährige in Tageseinrichtungen oder von Tageseltern betreut. Zum Stichtag 1. März 2015 besuchten bei uns im Kreis Ludwigslust-Parchim 2286 Kleinkinder eine Kita, weitere 460 waren (zusätzlich) bei einer Tagesmutter. Unterm Strich gab es 2746 betreute Kleinkinder, also 127 mehr als im Vorjahr.

Die Zahl der Plätze steigt deutschlandweit, die Nachfrage ebenso: Im Zuge des Ausbaus der Kita-Plätze vor dem Hintergrund des seit August 2013 geltenden Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Einjährige, füllen sich die Plätze. Und weil vor allem immer mehr Kleinkinder eine Krippe oder eine Kita besuchen, steigt auch die Gesamtzahl aller betreuten Kinder von einem bis 14 Jahren deutschlandweit stetig an. Bei uns im Kreis Ludwigslust-Parchim waren zuletzt 13130 Jungs und Mädchen tagsüber entweder in einer Kita, einer Krippe, einem Hort oder bei einer Tagesmutter untergebracht (ohne Doppelzählungen), davon hatten 4,4 Prozent ausländische Wurzeln. Im Vorjahr registrierte die Statistik hier noch insgesamt 12831 betreute Kinder, davor 12623 und im Jahr 2012 hatte die Zahl bei 12566 betreuten Kindern gelegen.

Die stärkste Gruppe der ''Fremdbetreuten'' bilden die Drei- bis Sechsjährigen, also jene Kinder, die im klassischen Kindergartenalter sind. Hier im Kreis Ludwigslust-Parchim besuchten aus dieser Altersgruppe 4714 Buben und Mädchen einen Kindergarten, weitere 103 waren (zusätzlich) bei Tageseltern untergebracht.

Tageseinrichtung contra öffentlich geförderte Tagespflege? Im direkten Vergleich ist die Kita klarer Sieger vor der Tagesmutter - freilich nur rein zahlenmäßig. Bei uns lag die Verteilung über alle Altersgruppen hinweg zuletzt bei 12547 betreuten Kindern in Tageseinrichtungen und bei 584 (teilweise ergänzend) durch Tageseltern betreuten Buben und Mädchen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Kita-Kinderzahl um 295, die der Tagesmütter-Kinder stieg um 5.

Die Kommunen investieren kräftig in den Nachwuchs, denn die Einrichtungen müssen gebaut und unterhalten und die Erzieherinnen bezahlt werden. Qualifizierte Fachkräfte sind aktuell landauf, landab rar.

Keine beruhigende Nachricht für berufstätige Eltern, die ihre Jüngsten einfach gut aufgehoben wissen wollen, während sie im Büro sind. Zumal der quantitative Ausbau des Betreuungsangebots für unter Dreijährige längst noch nicht abgeschlossen ist, denn der Bedarf ist noch nicht überall gedeckt. Im Schnitt äußerten bundesweit 43 Prozent der Eltern einen entsprechenden Betreuungsbedarf.

In den vergangenen Jahren hat der Bund massiv in den Ausbau und die Qualität der U3-Kindertagesbetreuung investiert und bleibt weiterhin am Ball. Mit dem dritten Investitionsprogramm werde nicht nur eine Milliarde Euro für den weiteren Kita-Ausbau investiert, sondern Länder und Kommunen werden ab 2017 und 2018 zusätzlich mit 100 Millionen jährlich bei den Betriebskosten unterstützt", heißt es seitens des Bundesfamilienministeriums. Geld, das auch für die Personalkosten verwendet werden könne. Darüber hinaus fördere der Bund die fachliche Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher sowie den Ausbau und die Qualifizierung in der Kindertagespflege.

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