Ludwigslust : Kinder überführten „Dieb von Lulu“

Morris fand Helm und Weste   schwer.
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Morris fand Helm und Weste schwer.

Spannender Ferientag für Mädchen und Jungen aus dem Zebef und dem Jugendhilfe e. V. mit der Ludwigsluster Polizei

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07. Februar 2014, 16:05 Uhr

„Die Frau hat in der genannten Zeit einen Lichtschein in der Schloss-Galerie gesehen“, sagt Hauptmeister Donner zu Kriminalkommissar Blitz vom Ludwigsluster Einbruchsdezernat. Es geht um einen nächtlichen Einbruch in das Schloss. Zum Glück ist das Ganze nur ein Mini-Krimi. Und gelöst wurde der „Fall“ von den Kindern, die an den Ferienspielen des Zebef teilnehmen.

Dieser Tag stand ganz unter dem Motto „Verbrechern auf der Spur“. Die Präventionsbeamten Ralf-Theo Mundt und Melanie Wegendorf von der Ludwigsluster Polizeiinspektion waren schon morgens ins Mehrgenerationenhaus (MGH) am Alexandrinenplatz gekommen. Im Gepäck hatten sie unter anderem den schon erwähnten Krimi. Gemeinsam mit MGH-Koordinatorin Andrea Bade (Dieb Boris Langfinger) veranstalteten die Beamten ein Rollenspiel. Tim (7) löste den Fall: „Langfinger nannte die Tatzeit. Die konnte nur der Dieb gewusst haben“, kombinierte der Kleine.

Ralf-Theo Mundt und Melanie Wegendorf sprachen mit den Mädchen und Jungen einfühlsam über die Arbeit der Polizei. Mundt gegenüber SVZ: „Wir wollen den Kindern spielerisch vermitteln, welche Aufgaben die Polizei hat. So können sie uns besser kennenlernen, bekommen ein positives Bild von der Polizei und verlieren mögliche Berührungsängste.“ Ganz wichtig dabei sei, den Kindern zu sagen, dass Gewalt nicht die Arbeit der Polizei widerspiegelt. Unter anderem deshalb spielten Dienstwaffen an diesem Tag keine Rolle.

Vielmehr geht es bei der Polizeiarbeit auch um eine gute Beobachtungsgabe. Dass er über diese verfügt, zeigte Cedric (11). Die kleine Lara nämlich verkleidete sich mit Basecap und Shirt, trug zudem einige Dinge bei sich. Für eine kurze Zeit konnten sich die Kinder Einzelheiten der Bekleidung einprägen, dann verließ Lara den Raum. Cedric konnte sich dann am besten an die Einzelheiten erinnern und sie beschreiben. „Toll gemacht“, lobte Polizei-Obermeisterin Wegendorf.

Sie und Polizei-Hauptmeister Mundt zeigten den Ferienkindern dann, wie Fußspuren mit Hilfe von Gipsabdrücken und Fingerspuren gesichert werden können.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war der Besuch der Polizeiinspektion Ludwigslust. Hier erhielten die kleinen Besucher, zu denen jetzt auch Mädchen und Jungen aus dem Verein Jugendhilfe gehörten, einen Einblick in die Technik und Ausrüstung der Polizei. So durfte Morris einen Helm aufsetzen und sogar eine Schutzweste anprobieren. „Ganz schön schwer, die Sachen“, fand der Zwölfjährige. Die kleine Leonie konnte Platz in einem Auto-Kindersitz nehmen. „Wenn ihr mit euren Eltern im Auto unterwegs seid, müsst ihr in einem solchen Sitz angeschnallt sein“, erklärte Melanie Wegendorf.

Viele Fragen gab es bei der anschließenden Führung durch das Dienstgebäude. Die Gäste durften sogar in das Zimmer des Dienstgruppenleiters, der von hier aus die Einsätze leitet. Etwas eng wurde es für die über 20 Mädchen und Jungen in einer der Gewahrsamszellen. Und schließlich durften alle zusammen ganz dicht an einem Polizeiauto mit eingeschaltetem Blaulicht stehen.

Zum Schluss fanden die Kinder, dass es ein wirklich erlebnisreicher Ferientag war.

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