Ludwigslust/Grabow : Kinder singen für ihre Schule

Es geht um die Zukunft ihrer Schule: Die Mädchen und Jungen des Kinderchores sangen für die Edith-Stein-Schule.
Es geht um die Zukunft ihrer Schule: Die Mädchen und Jungen des Kinderchores sangen für die Edith-Stein-Schule.

Benefizkonzert im Grabower Schützenhaus für die Ludwigsluster Edith-Stein-Schule: Mehr als 3000 Euro wurden gespendet.

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06. März 2018, 12:00 Uhr

Der Saal im Schützenhaus Grabow platzt aus allen Nähten: Zum Benefizkonzert für die Ludwigsluster Edith-Stein-Schule kommen Lehrer, Schüler, Eltern, Großeltern, Weggefährten, Unterstützer... Dass sie alle die Hoffnung nicht aufgeben, um die Schule zu retten, freut Schulleiterin Marion Löning. Sie berichtet nach dem Konzert von den neuesten Entwicklungen: „Wir haben zwischenzeitlich für eine mögliche Lösung gesorgt.“ In Form einer gemeinnützigen GmbH, die als zukünftiger Träger fungieren könnte. „Ich sage ausdrücklich könnte. Denn noch steht nichts fest“, verdeutlicht Marion Löning. Das Vorhaben alleine stemmen, das ginge nicht. „Wir wollen die Schule gemeinsam mit einem großen christlichen Träger, der in Sachen Schule Erfahrung hat, erhalten“, sagt die Schulleiterin. In Zusammenarbeit mit der Stadt Ludwigslust wollen sie die Fördermittel für den Schulneubau sichern.

Kinderchor, Mädchen und Jungen des Hortes, Kirchenchor und Gemeindeorchester – sie alle musizieren für die Edith-Stein-Schule. Bereits nach dem ersten Programmteil werden Spenden gesammelt. „Es war einfach nur schön. Das bunte Programm, die vielen Zuschauer. Wir sind sehr zufrieden“, sagt Sabine Vogel, Ratsvorsitzende der katholischen Pfarrgemeinde Ludwigslust. Insgesamt sind 3078,85 Euro beim Benefizkonzert zusammen gekommen – vorerst. „Es geht uns nicht ums Geld“, erklärt Marion Löning. „Uns gehts um den Rückhalt von so vielen.“

Auch der Schweriner Niels-Stensen-Schulverein kämpft weiterhin für den Erhalt aller katholischen Schulen in Mecklenburg. Erst am vergangenen Sonnabend hat der Verein 1756 weitere Elternunterschriften an den Hamburger Erzbischof gesandt. Eine vorherige Aktion hatte bereits 1300 Unterschriften aus den Gemeinden eingebracht. „Die Bernotstiftung als Schulträger für alle katholischen Schulen in Mecklenburg ist nicht nur die wirtschaftlich günstigste Lösung für das Erzbistum. Sie gibt auch die beste Garantie für die Zukunft der Schulen und damit Sicherheit für Eltern, Schüler und Lehrer“, sagt Dr. Georg Diederich, Vorsitzender des Niels-Stensen-Schulvereins.

Anfang des Jahres wurde bekannt, dass das Erzbistum die jährlichen Zuweisungen an die Bernotstiftung einstellen wolle. Damit würde die Edith-Stein-Schule in Ludwigslust aus der Trägerschaft der Stiftung fallen. In den vergangenen Jahren wurde für den Neubau der Schule gekämpft. Förderzusagen der EU in Millionenhöhe lägen vor.

Drei Fragen an den Bürgermeister

Auch Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach war beim Konzert. Die Stadt will die Edith-Stein-Schule unterstützen. SVZ-Redakteurin Kathrin Neumann sprach mit ihm.

Wie haben Sie die Worte von Frau Löning aufgenommen?

Ich freue mich darüber. Ihre Aussagen sowie die Stellungnahmen von Berno-Stiftung und Erzbistum zeigen, dass der Schulträgerwechsel auf gutem Weg ist. Das ist wichtig für die Fördermittel. Wir als Stadt hatten die Edith-Stein-Schule genauso wie die Projekte Hortausbau Reuter-Schule und Stadtteilspielplatz für eine Efre-Förderung eingereicht. Die Mittel für die Schule waren vorbehaltlich der Klärung der Schulträgerschaft in Aussicht gestellt worden. Bis zum 5. März sollten wir dem Land mitteilen, ob wir an dem Antrag festhalten. Das konnten wir jetzt bestätigen.

Warum kämpft die Stadt so für die Edith-Stein-Schule?

Es ist eine sehr gute Schule mit einem sehr guten Bildungsangebot, die mehrfach ausgezeichnet wurde. Sie ergänzt gut das vorhandene Bildungsangebot in der Stadt. Wir wollen sie auch erhalten, weil wir sie als wichtigen Standortfaktor sehen.

Apropos Bildungsangebot der Stadt. Wie steht es um die Erweiterung von Grundschule und Hort Techentin?

Nachdem klar war, dass unsere ursprüngliche Idee finanziell über das Maß hinausgeht, das über das Landwirtschaftsministerium gefördert werden kann, haben wir in einem Workshop eine neue Idee entwickelt. Jetzt geht es um einen Neubau vorn an der Straße. Das wird nun geprüft. Bis Januar wollen wir einen genehmigungsfähigen Antrag dafür fertig haben. Zudem schauen wir, ob Gebäude von angrenzenden Grundstücken für den Hort geeignet wären.

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