neustadt-glewe : Kinder nahmen Backstube in Beschlag

Großes Staunen: Thomas Mahnke hat ein Blech mit Plätzchen aus dem Ofen geholt.
1 von 1
Großes Staunen: Thomas Mahnke hat ein Blech mit Plätzchen aus dem Ofen geholt.

Vorschulgruppe aus der Kita „Mischka“ in Neustadt-Glewe hat gestern in der Bäckerei Mahnke Weihnachtsplätzchen gebacken

svz.de von
12. Dezember 2013, 07:00 Uhr

„So viel Heimlichkeit in der Weihnachtszeit...“ Adventsstimmung gestern Vormittag in der Backstube der Bäckerei Mahnke in Neustadt-Glewe. 11 Mädchen und Jungen aus der Neustädter Kita „Mischka“ hatten die Backstube „übernommen“. Gemeinsam mit Erzieherin Karin Völter waren die Kinder aus der Vorschulgruppe zu Bäckermeister Thomas Mahnke gekommen, um Plätzchen zu backen. „Wir haben in der Vorweihnachtszeit sonst immer im Kindergarten gebacken. Jetzt wollten wir mal schauen, wie es in einer richtigen Backstube zugeht“, sagt Karin Völter. Ein Anruf bei Bäcker Mahnke – und schon war alles klar gewesen.

Zunächst durften die Kleinen gestern den Teig kneten, rollen und dann verschiedene Formen ausstechen. Der 6-jährige Lorenz war ganz stolz: „Ich habe Herzchen, einen Apfel und einen Stern ausgestochen“, berichtet er. Insgesamt schafften die Mädchen und Jungen es, aus dem Pfeffernussteig Plätzchen für acht Ofenbleche zu formen. Eines der Bleche durfte Leon (6) in das Regal bringen, dass vor dem Backofen stand. Dabei gab es Lob vom Bäckermeister: „Gut gemacht!“

Als alle Bleche mit den leckeren Plätzchen gefüllt waren, schob Thomas Mahnke sie in den Backofen. Klar, dass die Ofen-Technik etwas für die Jungs aus der Kita-Gruppe war. Der Bäcker musste viele Fragen beantworten, zum Beispiel: „Wofür ist der rote Knopf da?“ oder: „Wie heiß ist es im Ofen?“ Die kleine Runa meinte: „Ich habe es mir hier vorgestellt wie beim Schlachter. Aber hier ist es anders. Es gibt keine Wurst und kein Fleisch...“

Dafür gab es aber Weihnachtsplätzchen, die knapp zehn Minuten im Ofen gebacken wurden. Thomas Mahnke: „Den Pfeffernussteig habe ich nach einem alten, ungefähr 80 Jahre alten Familienrezept hergestellt. Die Plätzchen schmecken etwa so wie Spekulatius.“ Im Teig enthalten sind auch Sirup und ein Lebkuchengewürz, war zu erfahren. Schließlich holte der Bäckermeister die Bleche wieder aus dem Backofen und ließ die Plätzchen abkühlen. Danach durften die Kinder die verschieden geformten Pfeffernüsse mit Glasur bestreichen. Traurig waren die Kleinen, als sie erfuhren, dass die Glasur erst trocknen muss und sie die Plätzchen an diesem Tag noch nicht mitnehmen könnten. Doch die Kinderaugen leuchteten sogleich wieder, als Thomas Mahnke versprach: „Ich bringe Euch die Plätzchen heute noch im Lieferwagen in den Kindergarten.“ Damit stand einer ersten Nascherei in der Kita gestern Nachmittag nichts mehr im Wege. Und was übrig blieb, durfte mit nach Hause genommen werden. Erzieherin Karin Völter dankte dem Bäckermeister, dass er den Kindern die Möglichkeit für diese Backstunde gegeben hat.

Übrigens wird in der Kita „Mischka“ in der Adventszeit nicht nur genascht. Erzieher, Eltern und Kinder haben auf dem Weihnachtsmarkt in der Burg selbstgebastelte Sterne, Windlichter und Holzschnitzereien verkauft. 100 Euro des Erlöses werden für den Wunschbaum im Ludwigsluster Lindencenter gespendet. Von dem Geld wird ein Weihnachtsgeschenk für ein Kind gekauft, das seinen Wunschzettel an den Baum gehängt hat.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen