Ludwigslust : Kinder hoffen auf gute Kartoffelernte

Steffen Schwedt erklärt den Schülern, in welchem Abstand die Kartoffeln gepflanzt werden.
Steffen Schwedt erklärt den Schülern, in welchem Abstand die Kartoffeln gepflanzt werden.

Schüler der Fritz-Reuter-Grundschule nehmen an der Aktion „Kids an die Knolle“ teil und werden im eigenen Schulgarten selbst aktiv.

svz.de von
03. Mai 2017, 21:00 Uhr

Bevor im Herbst die Kartoffeln geerntet werden können, müssen die Schüler der Fritz-Reuter-Grundschule in Ludwigslust noch fleißig in ihrem Schulgarten arbeiten. Gemeinsam mit Steffen Schwedt, den hier alle nur den Kartoffelpapst nennen, brachten die Mädchen und Jungen die kleinen Knollen unter die Erde und lernten dabei noch etwas über die Geschichte der Pflanze. Das Schulgartenprojekt ist Teil der Aktion „Kids an die Knolle“ unter der Schirmherrschaft des Deutschen Kartoffelhandelsverbandes.

„Die Jungs holen die Kartoffeln aus meinem Auto, die Mädchen die Harken und Schaufeln aus dem Schuppen“, sagt Steffen Schwedt, Geschäftsführer der Agp Lübesse Kartoffelmarkt Sülte. Klare Aufgabenverteilung für die Schüler der Klasse 3  a. Gemeinsam mit Klassenlehrerin Elena Zarechneva hören sie zunächst aufmerksam den Erzählungen von Steffen Schwedt zu. So konnten sie erfahren, dass die Inkas zuerst Kartoffeln anbauten und verzehrten und die Knolle erst viel später nach Europa gelangte. Hier hatte man es zunächst nur auf die Blüte der Pflanze abgesehen und entdeckte die Kartoffel als Speise auf dem Teller erst später.

Damit die Kinder in ein paar Monaten auch ihre eigenen Kartoffeln verspeisen können, war es nach dem kurzen Geschichtsausflug endlich Zeit zu pflanzen. Die Kinder hatten sich vorher schon in fünf Gruppen unterteilt und diesen Namen wie „Bunter Kartoffelsalat“ oder „Leckere Kartoffelpfannkuchen“ gegeben. Jeder Schüler durfte dann mindestens zwei Kartoffeln pflanzen. Dafür mussten sie ein etwa fünf Zentimeter tiefes Loch graben, die Kartoffel reinlegen, wieder zuschütten und dann einmal fest rauftreten. Der zehnjährigen Lina macht das Pflanzen viel Spaß. „Ich kenne das schon von zu Hause, da haben wir auch eigene Kartoffeln. Und ich bin gerne hier im Schulgarten.“ Unter den Gruppen entfachte dann sogar ein kleiner Wettkampf, wer seine Reihe zuerst fertig hat. Doch das ist Steffen Schwedt nicht wichtig. „Wichtig ist, dass die Kinder einmal selbst etwas anpflanzen und im Boden herumwühlen können.“ Der Kartoffelexperte hat jahrelange Erfahrung mit der Aktion an den Grundschulen.

Wenn nach den Sommerferien dann hoffentlich die ersten Kartoffeln geerntet werden können, hat Klassenlehrerin Elena Zarechneva auch schon eine Idee für die Verwendung. „Ich denke, dass wir uns aus den Knollen gemeinsam etwas Leckeres kochen werden.“ Außerdem ist die Kartoffel auch Thema im Sachkundeunterricht. Und die Schüler werden im Rahmen des Projektes „Kids an die Knolle“ auch nach Sülte zum Kartoffelmarkt fahren, einen kleinen Kochkurs belegen und weitere Aktionen rund um die Knolle aus der Erde erleben.

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