neustadt-glewe : Kieler heben in Neustadt-Glewe ab

Auch Rudi Kiel (r.), 2. Vorsitzender des Segelfliegerclubs Neustadt-Glewe e.V., packt mit an. Bei der Twin Astir mussten die Anschlüsse für die Seitenruder um 180 Grad gedreht werden.  Fotos: Mick
Auch Rudi Kiel (r.), 2. Vorsitzender des Segelfliegerclubs Neustadt-Glewe e.V., packt mit an. Bei der Twin Astir mussten die Anschlüsse für die Seitenruder um 180 Grad gedreht werden. Fotos: Mick

Junge Flugschüler absolvieren hier ein zweiwöchiges Sommerlager / Gastgebender Segelfliegerclub bietet mit Areal gute Bedingungen

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25. August 2015, 07:00 Uhr

Der Segelflieger vom Typ Twin Astir war auf dem Areal neben dem Hangar auf dem Segelflugplatz in Neustadt-Glewe fast zusammengebaut. „Es passt nicht, da müssen wir noch mal ran“, stöhnte einer der jungen Segelflieger. „Die Anschlüsse für die Ruder müssen um 180 Grad gedreht werden“, erklärte Fluglehrer Michael Emde, der mit seinen Jungs gerade beim Aufrüsten war. Schnell packten alle mit an, damit der Flieger startklar gemacht werden konnte. „An diesem Vormittag lauern wir natürlich alle auf die Thermik. Gestern hatten wir den ganzen Tag über Regen und Wolken. Zwei Flugschüler hoffen, hier ihren 50-Kilometer-Flug zum Ende ihrer Ausbildung machen zu können“, so Fluglehrer Emde, der mit seinen Jungs vom LSV Kiel e.V. für 14 Tage im Sommerlager des Segelfliegerclubs Neustadt-Glewe zu Gast ist. Und die Kieler haben alle ihre Flugzeuge mitgebracht: Vier Einsitzer und zwei Doppelsitzer. Zum Sommerlager gehören 17 junge Leute, zwölf waren an diesem Tag auf dem Flugplatz. „Wir waren schon mal hier in Neustadt-Glewe, das war 2009. Wir waren auch schon auf anderen Plätzen, aber hier sind die Bedingungen sehr gut“, so Michael Emde.

„Zum Fliegerlager begrüßen wir junge Leute, die auf anderen Plätzen zu Hause sind und bei uns vornehmlich ihre Ausbildung absolvieren wollen“, so Rudi Kiel, 2. Vorsitzender des Segelfliegerclubs Neustadt-Glewe e. V. Die Jungs aus Schleswig-Holstein sind zwischen 15 und Anfang 20, einige ältere sind auch dabei. Mit der Theorie beschäftigen sie sich im Winter auf ihren Heimatflugplätzen, hier im Rahmen des Sommerlagers geht es darum, das Gelernte in der Praxis anzuwenden, in der Luft Schritt für Schritt seinem Ziel näher zu kommen, die Segelfliegerlizenz zu erwerben.

„Mit 14 Jahren kann man beginnen. In der Regel dauert die Ausbildung drei Jahre, die kann aber auch verlängert werden“, ergänzt Rudi Kiel, der aus Perleberg stammt und in den Sommermonaten mit seinem Wohnwagen hier auf dem Gelände des Flugplatzes in Neustadt-Glewe anzutreffen ist. Auf günstige Thermik und gutes Flugwetter hofft an diesem Tag auch Benjamin Will aus Kiel. Der 17-Jährige ist schon seit gut drei Jahren bei der Segelfliegerei. Nach einem Jahr konnte er schon gut frei fliegen, und da er dann schon allein ein Segelflugzeug steuern darf, ist er auf einen Einsitzer umgestiegen. Benjamin hofft, während des Fluglagers auch einen 50-Kilometer-Streckensegelflug absolvieren zu können. Hier im Rahmen der Ausbildung geht es für ihn um die 2. Überlandeinweisung mit meteorologischen Elementen.

„Der Flugplatz in Neustadt-Glewe bietet von den Bedingungen und von der Thermik her bessere Voraussetzungen als bei uns in Kiel“, so der 17-Jährige. Und so darf man sicher sein, dass die Kieler Segelflieger nicht zum letzten Mal hier in Neustadt-Glewe ihr Sommerlager absolviert haben.

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