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Ludwigsluster Tageblatt

12. Dezember 2017 | 15:03 Uhr

Alt Krenzlin : Keine Windräder in Alt Krenzlin

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bürger sprechen sich mehrheitlich gegen Eignungsflächen aus / Bürgermeister akzeptiert Votum

von
erstellt am 20.Jun.2014 | 07:00 Uhr

In der Gemeinde Alt Krenzlin soll kein Windeignungsgebiet ausgewiesen werden. So will es die Mehrheit der Einwohner – und diesem Willen wird sich der Bürgermeister beugen. „Ich habe vorher gesagt, dass wir das Votum akzeptieren werden, und dazu stehe ich“, betonte Rainer Schmidt gegenüber SVZ. „Sonst hätten wir uns die Bürgerbefragung sparen können.“

Im Zusammenhang mit der Kommunalwahl hatten die Alt-Krenzliner abgestimmt, ob sie für oder gegen die Ausweisung von Eignungsflächen für Windenergie auf Gemeindegebiet sind. Rund 58 Prozent sprachen sich dagegen aus, knapp 42 Prozent dafür. „Mit der Ablehnung hatte ich schon gerechnet, weil den Leuten durch die Bürgerinitiative Angst gemacht worden war“, so Rainer Schmidt. „Trotzdem hatte ich gehofft, dass die Befragung anders ausgeht.“ Immerhin seien aber nicht 90 Prozent gegen ein Windeignungsgebiet, wie es zuvor Umfragen der Bürgerinitiative (BI) ergeben hatten.

Dass das Abstimmungsergebnis nicht deutlicher ausfiel, hat auch Karl-Heinz Woelk von der Bürgerinitiative überrascht. „Ich hätte mehr Gegenstimmen erwartet. Schwer zu sagen, woran es liegt.“ Erstaunlich findet er die Ergebnisse in einzelnen Ortsteilen: Während in Loosen, wo Karl-Heinz Woelk zu Hause ist, mehr als 70 Prozent gegen die Windkraft stimmten, gab es in Neu Krenzlin mehr Befürworter als Gegner.

Die Gemeinde wolle sich aufgrund des Befragungsergebnisses nun nicht um die Ausweisung von Windeignungsflächen bemühen. „Und wenn der Planungsverband uns danach fragt, werden wir es zum jetzigen Zeitpunkt unter Verweis auf das Ergebnis der Befragung ablehnen“, so Schmidt. Er hatte für Windräder plädiert, weil er auf eine zusätzliche Einnahmequelle für die Gemeinde hoffte und sich Nachbargemeinden bereits für Windeignungsgebiete ausgesprochen hatten. „Nun müssen wir mit immer weniger Geld auskommen.“

Auch die BI sieht sich noch nicht endgültig am Ziel. „Wir müssen sehen, was die neue Gemeindevertretung, was Planungsverband und Landesregierung, die das letzte Wort hat, machen“, so Woelk. Die Vorgabe, die Windeignungsflächen im Land zu verdoppeln, gelte weiter.

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