Dömitz : Keine Kürzung bei der Info

Marina Möller ist das Gesicht der Dömitz-Information.
Marina Möller ist das Gesicht der Dömitz-Information.

Dömitzer Stadtvertreter lehnen Einschnitte bei der touristischen Anlaufstelle im Rathaus ab

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14. März 2016, 21:00 Uhr

An der Dömitz-Information, Anlaufstelle für Touristen im Rathaus der Elbestadt, wird aktuell nicht gespart. Dazu haben sich die Stadtvertreter durchgerungen.

Ursprünglich war vorgesehen, die Arbeitszeit dort von 40 auf 30 Stunden pro Woche zu reduzieren, denn Dömitz muss sparen.

Die Elbestadt hat Schwierigkeiten, einen ausgeglichenen Haushalt zu stricken. Damit steht sie nicht allein, muss aber wie viele andere Städte und Gemeinden auch der Kommunalaufsicht des Landkreises ein Haushaltssicherungskonzept vorlegen, um nachzuweisen, dass sie mit öffentlichen Geldern sorgsam umgeht. So ein Konzept wird ständig fortgeschrieben und den aktuellen Anforderungen angepasst. Nach einem genau festgesetzten Zeitraum soll es wieder zu einem ausgeglichenen Haushalt führen.

Das ist der Hintergrund, vor dem sich die Dömitzer Stadtvertreter nun mit der bereits achten Fortschreibung des Haushaltssicherungskonzeptes beschäftigten.

„Wir können nicht an der Dömitz-Information sparen. Das würde sich negativ auf den Tourismus in der Stadt auswirken!“ Hans-Georg Henrichscheit brachte auf den Punkt, was die meisten seiner Stadtvertreter-Kollegen umtreibt.

„Der Wirtschaftsausschuss wird sich mit der Information beschäftigen. Sollten Freiräume sein, könnten andere Aufgaben dorthin weitergegeben werden. Das muss aber geprüft werden“, so Ausschussmitglied Andreas Schulz.

Der stellvertretende Bürgermeister Gerhard Hampel sprach sich noch einmal gegen eine Privatisierung der Einrichtung aus, die zuvor favorisiert worden war. „Gegebenenfalls muss man über eine Arbeitszeitverlagerung nachdenken“, so Hampel. Im Ergebnis der Diskussion bleiben im Gegensatz zur Stadtinformation andere Punkte des Konzeptes bestehen, so zum Beispiel die Anpassung der Arbeitszeiten im Jugendclub oder die Änderung der Straßenreinigungssatzung.

Unter dem Tagungsraum der Stadtvertretung, im Erdgeschoss des Rathauses, hat für Marina Möller, seit 26 Jahren das Gesicht der Dömitz-Information, die Saison eigentlich schon begonnen. In ein paar Tagen geht sie in Rente, aber dennoch kann sie eine Menge Dinge aufzählen, die noch zu tun wären. Zum Beispiel eine Radwanderkarte für den Dömitzer Bereich, der eine Lücke zwischen Wittenberge und Bleckede schließt.

„Die Information ist für viele Ratsuchende eine feste Anlaufstelle geworden“, sagt Marina Möller. Wenn im Winter nicht so viel zu tun war, hat sie immer alles das nachgeholt, was im Sommer liegen geblieben war. Zu tun gab es all die Jahre mehr als genug, resümiert sie. „Die Gewohnheiten ändern sich. Heute sind die Leute im Skianzug noch im November und Dezember auf dem Fahrrad unterwegs“, schmunzelt Marina Möller.

Ihrer Nachfolgerin bzw. dem Nachfolger verheißt sie eine gehörige Portion Arbeit. „Dömitz wird als Ausflugsziel bekannter und beliebter“, sagt sie. Vor zwei Jahren hat Marina Möller für TV-Moderator Jörg Pilawa eine private Stadtführung durchgeführt, als der mit dem Fahrrad durch die Elbestadt kam. Eines der prägenden Erlebnisse.

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