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Ludwigsluster Tageblatt

20. November 2017 | 18:40 Uhr

Absage : Keine Arztpraxis für Eldena

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Vorhaben ist nach Absage von Allgemeinmedizinerin vom Tisch. Gemeinde hält aber an dem Thema fest

Mit der Eröffnung einer neuen Arztpraxis in Eldena wird es vorerst nichts. Eigentlich hatte eine Allgemeinmedizinerin aus dem brandenburgischen Karstädt Interesse gezeigt, sich in Eldena niederzulassen. In der Vergangenheit hatte sich die erst vor wenigen Tagen zurückgetretene Bürgermeisterin Elke Ferner sehr um dieses Vorhaben bemüht. Doch die Ärztin hat nun einen Rückzieher gemacht.

„Nach dem Rücktritt von Elke Ferner wollten wir das Projekt nicht im Sande verlaufen lassen“, berichtete der 1. Stellvertretende Bürgermeister Oliver Kann auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung vor gut 25 Zuhörern im Saal des Gemeindehauses. „Gemeinsam mit Holger Tröger habe ich dann Kontakt aufgenommen zum Ärzteehepaar, die beiden wollten aber nur mit Frau Ferner sprechen“, so Oliver Kann. Zum 13. Februar sah es noch so aus, dass die Allgemeinmedizinerin ihre Praxis in Eldena eröffnen wolle. Nach dem Termin im Bauamt des Amtes Grabow war am 14. Februar schon soweit alles klar gewesen zur Abgabe der Unterlagen beim Landkreis. Die Gemeinde, so Oliver Kann, habe dann telefonischen Kontakt zur Ärztin aufgenommen und erfahren, dass sie den Umbau allein von einer Firma ausführen lassen wollte. „Am Abend des 14. Februar sind wir dann zum Landkreis, um die Nutzungsänderung für den Betrieb der Arztpraxis einzureichen. Dann plötzlich am 17. Februar erklärte der Ehemann der Ärztin gegenüber der Planerin Annett Ohm, dass keine Arztpraxis in Eldena errichtet werde. Aufgrund der aufgewühlten Verhältnisse in Eldena sehe er keine Zukunft.“

Leider wollten sich die Ärztin und ihr Ehemann im Detail nicht öffentlich äußern, aus welchen Gründen es letztlich zur Absage gekommen sei. Schade, so Oliver Kann, dass das Projekt nun gescheitert sei. „Die Planerin, Frau Ohm, hat schon einen ordentlichen Sprint hingelegt, um das Vorhaben fristgerecht umsetzen zu können.“ Sie habe Planungsleistungen für den Umbau von Räumen des Gemeindehauses erbracht, damit eine Arztpraxis einziehen kann. Die Gemeindevertretung hat auf ihrer Sitzung einer überplanmäßigen Haushaltsüberschreitung zur Begleichung der Kosten für die Planerin zugestimmt.

„Aber wir wollen das hinkriegen und wir werden an der Baugenehmigung festhalten, die ja drei Jahre gültig ist. Um die Möglichkeit zu haben, in Zukunft doch eine Arztpraxis betreiben zu können. Die Gemeindevertretung ist doch letztlich dafür da, sich mit dem Thema auseinanderzu setzen.“ Dass man bei diesen und anderen Themen mal eine andere Meinung habe und aneinander gerät, sei normal. Aber wichtig sei die Kommunikation untereinander und das Bestreben, Lösungen zu finden und sich nicht zu entzweien. Oliver Kann: „Wir hoffen, dass wir in Zukunft schaffen, den Einwohnern auch zu vermitteln, das wir uns den Themen der Gemeinde stellen, zum Wohle der Bürger.“

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