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Ludwigsluster Tageblatt

16. Dezember 2017 | 12:16 Uhr

Ludwigslust : Keine Anzeichen für Grippewelle

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Landkreisweit wurden bisher 17 Fälle registriert. Aber: Patienten mit Erkältungssymptomen suchen jetzt verstärkt die Apotheken auf

svz.de von
erstellt am 24.Jan.2017 | 07:00 Uhr

Das nasskalte Wetter geht nicht spurlos an den Menschen vorüber, die Erkältungskrankheiten greifen um sich. „Wir registrieren bei uns mehr Andrang als sonst“, berichtet Heidrun Heuer, Pharmazeutisch-Technische Angestellte in der Kranich-Apotheke Eldeaue im Neu-Kalisser Ortsteil Heiddorf. Die Kundschaft zeige die ganze Bandbreite an Erkältungssymptomen: Schnupfen, Halsschmerzen, Heiserkeit, Husten, leichtes Fieber. „Man kann nicht immer genau sagen, was die Leute haben. Wir geben aber momentan auch viel Antibiotika-Medikamente ab. Wir haben einen festen Kundenstamm, hier in der Region kennt man ja eigentlich fast alle. Wir beraten individuell und gezielt. Aber von einer Grippewelle können wir noch nicht sprechen“, so Heidrun Heuer.

Frank Fechner, Inhaber der Storchen-Apotheke in der Seminarstraße in Ludwigslust, kann aber nicht sagen, dass in der letzten Woche die Zahl der Patienten mit Erkältungskrankheiten massiv angestiegen ist. „Auch verglichen mit dem letzten Jahr ist es keine besondere Situation. Wir haben aber schon gemerkt, dass die Ärzte mehr Impfstoff gegen Grippe bestellt haben.“ In MV wird der Impfstoff über die ortsansässigen Apotheken an die Ärzte ausgereicht.

Mehr Zulauf an Patienten in der Lewitz-Apotheke in Neustadt-Glewe kann Dr. Falk Wilhelm aber schon feststellen. „Aber der Anstieg an Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten ist normal zu dieser Jahreszeit. Wir beraten die Leute ausführlich, fragen, welche Symptome sie haben und sagen ihnen, wie sie diese behandeln können.“

Viele wollen ihre Erkältung aber auch selbst auskurieren. Wer länger als zwei Tage Fieber hat, soll sich aber nicht darauf verlassen, sondern besser den Hausarzt aufsuchen. Von ganz besonders Umsichtigen sei bereits die erste große Impfwelle gegen Grippe ausgiebig genutzt worden. Zudem könne einer Erkältung durch gesunde Lebensweise entgegengewirkt werden. Dazu zählen vitaminreiche Ernährung, ausreichend Schlaf und Spaziergänge.

Sämtliche in Mecklenburg-Vorpommern durch Viren oder Bakterien verursachten Infektionskrankheiten werden beim Rostocker Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) registriert. Demgemäß waren im Landkreis Ludwigslust-Parchim in der zweiten Kalenderwoche insgesamt sieben Fälle der sogenannten „echten Grippe“ (Influenza) bekannt geworden (landesweit: 145 Fälle). Spitzenreiter bei den Infektionskrankheiten im Landkreis war im gleichen Zeitraum mit gemeldeten 25 Fällen (landesweit 337) die Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis). Sie wird durch den Norovirus verursacht und ist auch als Brech-Durchfall bekannt.

In der dritten Kalenderwoche wuchs im Landkreis laut Pressesprecher Andreas Bonin die Zahl der Grippeerkrankungen um weitere zehn Fälle. Um die Zahlen aktuell zu halten, werden laut Bonin unter anderem sieben Kindertagesstätten regelmäßig abgefragt.

Von einem signifikanten Anstieg der Grippeerkrankungen könne angesichts der aktuellen Zahlen aber keine Rede sein. „Die momentanen Zahlen sind noch lange nicht besorgniserregend“, beruhigt Landkreis-Sprecher Andreas Bonin.

Wer dennoch auf Nummer sicher gehen wolle, könne sich bei seinem Hausarzt impfen lassen oder nach telefonischer Rücksprache die Impftermine des Fachdienstes Gesundheit in Anspruch nehmen. Fachdienstleiterin ist Dr. Ute Siering, sie ist unter der Tel.-Nr. 03871 / 722-5300 zu erreichen.


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