Hohenwoos : Kein Telefon auf dem Töpferhof

Dass Hans-Heinrich Döscher, der junge Töpferhof-Chef, noch lächeln kann, grenzt an ein Wunder. Wieder versucht er, ob das Telefon funktioniert – ohne Erfolg.
Dass Hans-Heinrich Döscher, der junge Töpferhof-Chef, noch lächeln kann, grenzt an ein Wunder. Wieder versucht er, ob das Telefon funktioniert – ohne Erfolg.

Seit Wochen muss Familie Döscher improvisieren, und das vor dem Opern-Event „Nabucco“

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03. August 2015, 07:00 Uhr

Der Töpferhof Hohenwoos ist über die Griese Gegend hinaus bekannt. Tausende pilgern jährlich dorthin, und nicht nur zu den regelmäßigen Märkten.

Das bedeutet auch viel Kommunikationsbedarf. Um so schlimmer wirkt sich aus, wenn das Telefon nicht funktioniert. Familie Döscher, die den Töpferhof betreibt, muss genau dies in diesen Tagen durchleben. Seit fast fünf Wochen funktioniert das Telefon nicht mehr. Seit über einer Woche ist auch noch das Internet ausgefallen. „Es ist einfach eine Katastrophe, und die Telekom kriegt das Problem nicht in den Griff!“, ärgert sich Töpferhof-Chef Hans-Heinrich Döscher. Gerade hat er wieder den Telefonhörer abgenommen, um zu prüfen, ob sich an der misslichen Lage inzwischen etwas geändert hat. „Fehlanzeige!“, sagt er genervt.

Der Unmut ist verständlich. Zum Einen ist jetzt Saison, und die Kunden wollen bestellen. Zum Anderen steht am 6. August ein musikalisches Ereignis der besonderen Art an. Die Festspieloper Prag gibt die Oper „Nabucco“ auf dem Töpferhof. Das Areal war wegen seines imposanten Ambientes ausgewählt worden. Allerdings kann zur Zeit niemand auf dem Töpferhof telefonisch oder im Netz Karten bestellen.

„Unsere Kunden und Gäste müssen ja denken, dass es uns auf dem Töpferhof gar nicht mehr gibt “, sagt Hans-Heinrich Döscher. „Wir entschuldigen uns bei allen für die Unannehmlichkeiten.“

Während er das sagt, klingelt es an der Tür. Ein Kundendienstmonteur kommt im Auftrag der Telekom. Zum x-ten Mal ein neuer Versuch, des Problems Herr zu werden. Es soll auch diesmal nicht gelingen.

„Wir bedauern die entstandenen Unannehmlichkeiten im vorliegenden Fall. Die Telekom wird sich um den Fall kümmern und den Kunden kontaktieren, um eine gemeinsame Lösung im Sinne des Kunden zu finden.“, schreibt die Telekom dazu aus Bonn am Rhein. Das Telekommunikationsunternehmen hat zugesagt, über den Fortgang der Behebung dieses Missstandes zu informieren.

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