BSG Empor sucht Trainingsmöglichkeit : Kein Heimrecht in Heimatstadt?

Der Empor-Nachwuchs spielt und trainiert in Kremmin.
Der Empor-Nachwuchs spielt und trainiert in Kremmin.

Sanierung auf Kremminer Sportplatz: BSG Empor beantragt bei der Stadt, dass Nachwuchsfußballer Grabower Waldstadion nutzen dürfen.

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20. März 2018, 12:00 Uhr

Die meisten der kleinen Kicker kommen aus Grabow oder unmittelbarer Umgebung, sie spielen für die dortige BSG Empor und freuen sich jedes Mal auf das Training und die Punktspiele. Nur: Wenn es ganz schlecht läuft, könnte es damit bald für einige Zeit vorbei sein. Denn die Heimspielstätte der sieben- bis zwölfjährigen Empor-Junioren ist in Kremmin, und dort stehen Sanierungsarbeiten an.

Harald Kleemann, bei Empor für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig: „Das Gebäude auf dem Kremminer Sportplatz, in dem auch die Sanitärräume und Umkleidekabinen untergebracht sind, wird voraussichtlich in diesem Jahr saniert. Für die Erwachsenen, die auch in Kremmin spielen, ist das nicht ganz so problematisch. Da könnten Container und Dixi-Toiletten aufgestellt werden. Aber den Kleinen wollen wir das nicht zumuten.“ Eine Lösung aus Sicht von Empor wäre ein Umzug in das Grabower Waldstadion. Empor hat deshalb jetzt bei Grabows Bürgermeister Stefan Sternberg beantragt, dass die drei Jugendmannschaften ab der Spielzeit 2018/2019 das Waldstadion für Training und Spiele nutzen dürfen.

Hintergrund ist, dass die Stadt einen Vertrag mit der SG 03 Ludwigslust/Grabow hat, die das Waldstadion nutzt. „Der Antrag ist eingegangen und kommt nun in die Ausschüsse und die Stadtvertretung“, sagt Grabows Bürgermeister auf SVZ-Anfrage.

Eine weitere Anfrage an die SG 03, ob die Möglichkeit bestehe, dass die Nachwuchsfußballer der BSG Empor zumindest zeitweise für die Dauer der Sanierung in Kremmin im Waldstadion Grabow trainieren und Punktspiele austragen können, blieb bis gestern unbeantwortet.

Bereits im Vorjahr hatte es von der SG 03 auf SVZ -Anfrage geheißen, man habe der BSG Empor Grabow im März 2016 mitgeteilt, dass eine gemeinsame Nutzung des Waldstadions aus „rechtlichen, organisatorischen und personellen Gründen“ nicht möglich sei.

Empor-Jugendwart Lukas Kruse, der Trainer ist, meint: „Wir haben als Sportverein auch eine soziale Verantwortung gegenüber den Kindern, ihnen nämlich eine Perspektive zu bieten und persönlich relevante Werte zu vermitteln. Es wäre sehr schade, wenn das jetzt daran scheitert, dass sie nicht mehr spielen und trainieren können.“

Das Gebäude auf dem Kremminer Sportplatz soll grundlegend saniert und zu einem Multifunktionsgebäude umgebaut werden. Bürgermeister Ulf Riechert: „Wir rechnen damit, dass wir etwa im September oder Oktober mit den Arbeiten beginnen können, die Bauzeit beträgt voraussichtlich rund acht Monate. Auf jeden Fall wollen wir eine Lösung für die Fußballer einschließlich des Nachwuchses finden.“

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