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Ludwigsluster Tageblatt

15. Dezember 2017 | 15:13 Uhr

Karstädt : Karstädt: Weg zur Kita hat Vorrang

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Sanierung dieses Abschnitts der Dorfstraße soll 2017 mit Hilfe von Fördermitteln endlich in Angriff genommen werden

von
erstellt am 13.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Schwierige Finanzsituation und klamme Haushaltslage in den Kommunen - damit hat auch die Gemeinde Karstädt schon seit Jahren zu kämpfen. „Vom Tag der Einführung der Doppischen Haushaltsführung befanden wir uns als Gemeinde in der Haushaltskonsolidierung. Wir haben zu wenig Gewerbetreibende, die Steuern zahlen. Hier ist vor allem der Agrarbetrieb Karstädt zu nennen und einige kleine Firmen, die mit ihren Steuern die Gemeindekasse noch füllen“, so Bürgermeisterin Kriemhilde Franck. Dennoch steht zum Abschluss des Haushaltsjahres 2016 ein Plus von 10  000 Euro zu Buche. „Die Einsparung ergab sich, weil wir keine Ausgaben im freiwilligen Bereich hatten. Wir haben als Gemeinde auch kaum investiert, das einzig größere Vorhaben war die Anschaffung eines VW-Transporters für den Gemeindearbeiter“, ergänzt Kriemhilde Franck. Der Gemeindearbeiter ist nur noch auf 17-Stunden-Basis beschäftigt, im Jahre 2013 hatte die Bürgermeisterin im Zuge von Einsparungsmaßnahmen zur Verbesserung der Finanzsituation seine Stundenzahl um fünfeinhalb Stunden reduzieren müssen. „Dann haben wir noch im ehemaligen Jugendclub ein paar Jalousien angebracht und einige Reparaturen ausgeführt.“ Dieser ehemalige Jugenclub wird zum einen als Sitzungssaal genutzt, er kann im kleinen Rahmen auch für Feierlichkeiten in Anspruch genommen werden.

„Mehr war finanziell für uns als Gemeinde im vergangenen Jahr nicht drin“, so die Bürgermeisterin. Aber trotz geringerer Zuwendungen und Sparzwängen will auch Karstädt in diesem Jahr noch einiges in Angriff nehmen. „So wollen wir die Küche im Gemeindehaus teilweise erneuern, einiges ist nach 20 Jahren doch schon abgenutzt. Und dann ist vorgesehen, ein Stück der Dorfstraße hin zur Kindertagesstätte zu sanieren.“ Eigenmittel zur Umsetzung des Vorhabens hatte die Gemeinde schon im letzten Jahr bereitgestellt, nun hofft die Bürgermeisterin, dass dafür auch Fördermittel über das Programm des ländlichen Wegebaus zur Verfügung gestellt werden. „Es sind nur rund 15 Meter, die gemacht werden müssen. Hier in diesem Weg zur Kindertagesstätte in der Dorfstraße 11 soll ein Bürgersteig angelegt und asphaltiert werden. Im Frühjahr und im Herbst ist dieser Bereich infolge der Witterung kaum begehbar.“ Den schlechten Weg hatten auch die Eltern schon bemängelt. Wenn dieser unschöne Zustand in naher Zukunft beseitigt werden könnte, wäre das auch in ihrem Interesse. Kriemhilde Franck: „Wir hätten diese Maßnahme gerne im Zuge der Arbeiten zur Abwasserentsorgung mitmachen lassen. Aber die Anlieger der Dorfstraße wollten das damals nicht und so wurde dort das alte Pflaster neu verlegt.“

Selbst wenn das Geld knapp ist, will die Gemeinde aber auch 2017 nicht auf die Unterstützung von kulturellen Vorhaben verzichten. „So werden wir der Ortsgruppe der Volkssolidarität wieder etwas zuschießen, auch für die Rentnerweihnachtsfeier gibt es Geld. Das war es dann aber schon mit den freiwilligen Leistungen. Der Sportverein kann kostenlos Räume im Gemeindehaus nutzen, ebenso der SR-Oldie-Club“, ist dazu abschließend von der Bürgermeisterin zu hören.

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