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Ludwigsluster Tageblatt

18. November 2017 | 13:23 Uhr

Ludwigslust : Kardiologie hat Zukunft

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Aufsichtsrat des Westmecklenburg-Klinikums sendet klare Botschaft aus: Tragfähiges Zukunftskonzept auf gutem Weg

von
erstellt am 13.Jan.2015 | 07:00 Uhr

Die Kardiologie in Ludwigslust soll ihre Leistungsfähigkeit behalten. Dazu wird gerade ein Dienstleistungsvertrag mit den Helios-Kliniken Schwerin verhandelt. Die Situation hatte sich nach der Kündigung von drei Kardiologen und einer Assistenzärztin zugespitzt. „Die Mitarbeiter müssen nicht um ihre Arbeitsplätze fürchten. Die diesbezüglichen Verträge werden unverändert weitergeführt“, sagt Stiftspropst Jürgen Stobbe, einer der Geschäftsführer.

Auf einer viereinhalbstündigen Aufsichtsratssitzung am Montagabend hatte die Geschäftsführung einen Zwischenbericht auf der Basis des Grobkonzepts vom 19. November letzten Jahres gegeben. Die Vorschläge zum weiteren Vorgehen fanden einstimmige Billigung. War zuvor noch öffentlich über die Möglichkeit der Abberufung der Geschäftsführung spekuliert worden, sehen sich die Geschäftsführer nach der Sitzung gestärkt. Auch die Mitarbeiterversammlung am Dienstagnachmittag, auf der die Pläne vorgestellt wurden, habe sehr viel mehr Konstruktivität gezeigt als jene im November.

„Der Vertrag mit den Helioskliniken Schwerin wird derzeit ausverhandelt. Es ist beabsichtigt, das kardiologische Leistungsangebot unter der Gesamtverantwortung des Klinikums durch Bereitstellung von Ärzten aus Schwerin in Ludwigslust am Linksherzkathetermessplatz zu erweitern“, erklärt Geschäftsführer Dr. Volker Schulz. Dazu gehört nach Angaben des Klinikums auch eine kardiologische Bereitschaft 365 Tage 24 Stunden. Außerdem sollen elektrophysiologische Untersuchungen wieder aufgenommen werden, „die aufgrund mangelnder Fachärzteschaft nicht mehr angeboten wurden“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Lange Wege nach Schwerin oder in andere Zentren würden damit im kardiologischen Notfall entfallen. Einen nächsten Zwischenbericht will der Aufsichtsrat am 5. Februar entgegennehmen.

Was die Gefäßchirurgie betrifft – sie bleibt entgegen der ursprünglichen Planung in Ludwigslust. Das ist das Ergebnis des Kommunikationsprozesses mit Mitarbeiterschaft und Ärzten.

Nach Auffassung der Geschäftsführung machen die eingebrachten Vorschläge deutlich: Operative Leistungen müssen nachhaltig koordiniert werden. Hausübergreifende Vernetzung ist hier das Stichwort. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung der Chefärzte Chirurgie soll sich gemeinsam mit der Geschäftsführung darum kümmern.

Was die Facharztausbildung betrifft, gibt Volker Schulz eine klare Aussage: Sie kann zukünftig mit Helios am Standort Ludwigslust aufrechterhalten werden. Darüber hinaus sei man mit einem Kandidaten für die Stelle des Chefarztes Innere Medizin bereits im Gespräch.

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