zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

17. Dezember 2017 | 15:04 Uhr

Ludwigslust : Kampf um Tempo 30 geht weiter

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Ludwigsluster Bürgerinitiative plant am 4. Mai Info-Veranstaltung und Fahrradtour anlässlich des Tages gegen den Lärm

von
erstellt am 25.Apr.2017 | 08:00 Uhr

Jahrelang haben die Mitglieder der Ludwigsluster Bürgerinitiative (BI) „Tempo 30 beruhigt“ darum gekämpft und seit Mitte März ist es nun vorbei mit den Tempo-30-Zonen in der Wöbbeliner Straße und in der Käthe-Kollwitz-Straße. Das, was auch durch den Einsatz der BI mit der Geschwindigkeitsbegrenzung vor allem für Lkw in der Zeit von 22 bis 6 Uhr erreicht worden war, ist damit passé. Die Verantwortlichen von Landkreis und Straßenbauamt berufen sich auf Untersuchungen nach der Freigabe der A 14. Danach fahren im Vergleich zu 2012 heute täglich rund 5000 Fahrzeuge weniger durch Ludwigslust.

„Wir sind damit nicht einverstanden und werden unseren Protest fortsetzen“, so BI-Spreher Werner Oeding gegenüber SVZ. „Selbst wenn statt 18  000 nur noch 13  000 Fahrzeuge gezählt worden sind, so bleibt dennoch eine große Lärm- und Staubbelästigung. Und es gibt viele, die auch trotz der angegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen immer noch zu schnell sind. Wir sind dafür, dass die Geschwindigkeitsschilder wieder angebracht werden“, ergänzt Richard Ricke, Mitglied der Bürgerinitiative.

„Es ist eine neue Lärmmessung anhand der Verkehrszählung durchgeführt worden, aber die realen Geschwindigkeiten, die gemessen wurden, sind dort nicht mit eingeflossen. Wir als BI werden das nicht akzeptieren“, erklärt BI-Sprecher Dieter Baarck. „Wir werden auf diese Probleme auch öffentlich hinweisen. Dazu führen wir am 4. Mai in der Zeit von 10 bis 13 Uhr anlässlich des Tages gegen den Lärm eine Informationsveranstaltung auf dem Alexandrinenplatz durch“, so Werner Oeding weiter.

Mitglieder der Ludwigsluster Bürgerinitiative „Tempo 30 beruhigt“ planen die Aktionen zum Tag gegen den Lärm.
Mitglieder der Ludwigsluster Bürgerinitiative „Tempo 30 beruhigt“ planen die Aktionen zum Tag gegen den Lärm.
 

Erstmals in diesem Jahr findet diese Info-Veranstaltung gleichzeitig mit der Lebenshilfe Ludwigslust und Umgebung e.V., den Lewitz-Werkstätten Parchim (Bereich Ludwigslust), dem Blinden- und Sehbehindertenverein Ludwigslust e.V. und dem Seniorenbeirat statt. Das Motto in diesem Jahr „Wir gestalten unsere Stadt“ war der Anlass zu dieser Gemeinschaftsaktion. Und im Anschluss an die Info-Veranstaltung können dann alle Teilnehmer an einer Fahrradtour teilnehmen. Beginn ist um 17 Uhr, Treffpunkt ist am Lindencenter, Übergang zum Alexandrinenplatz. „Und die Stadtgestaltung fängt mit dem Verkehrslärm an“, bringt es Werner Oeding zum Ausdruck. „So gehört zu unseren Forderungen neben der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h auf allen Hauptstraßen der Stadt für Lkw mit mehr als 7,5 Tonnen auch regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen durch Polizei und Landkreis. Ebenso zählen wir die Anordnung eines Verbots für den Durchgangsverkehr für Lkw größer als 7,5 t und Ableitung des Schwerlastverkehrs über die Autobahn A14 dazu, um dadurch den Verkehrslärm zu mindern und den baulichen Zustand der Hochbrücke zu berücksichtigen.“

Auch setzt sich die BI für die Südumfahrung von Ludwigslust als Zubringer zur A14 aus und in Richtung Kummer ein und für die Schaffung der Bahnquerung am Bahnhof Ludwigslust, für die ja nun die Planungen vorgestellt wurden. „Ebenso ist eine Änderung der derzeitigen Verkehrsführung aus und in Richtung Weselsdorf und Wöbbelin zur A14 aus unserer Sicht dringend erforderlich“, spricht Werner Oeding einen weiteren wichtigen Punkt an.

Außerdem wird die BI aktiv bei der Erstellung des Lärmaktionsplanes der Stadt mitwirken. BI-Mitglied Bärbel Siefert sagte, dass es gut wäre, wenn in der Stadt feststehende Blitzer aufgestellt würden. „In der Neustädter Straße wäre eine solche Anlage vonnöten, aber auch auf andere Straßen der Stadt würde das zutreffen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen