Spornitz : Kameraden ziehen an einem Strang

158 stimmberechtigte Kameraden von 265 eingeladenen stimmten verschiedenen Beschlüssen zu. Fotos: Michael-Günter Bölsche
158 stimmberechtigte Kameraden von 265 eingeladenen stimmten verschiedenen Beschlüssen zu. Fotos: Michael-Günter Bölsche

Kreisfeuerwehrverband Ludwigslust-Parchim tagte in Spornitz/ Zweitauflage der ersten Versammlung, die im März abgebrochen wurde.

svz.de von
05. Juli 2015, 21:00 Uhr

„Wir wollen alle das Gleiche und sollten uns daher nicht zerfleischen. Wir sollten alle an einem Strang ziehen“ - so die Aufforderung des Verbandsvorsitzenden Manfred Jedzik auf der Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Ludwigslust-Parchim in Spornitz am Freitagabend.

Es war die Zweitauflage der ersten Versammlung, die im März abgebrochen wurde. Seinerzeit wurde dem Vorstand die Entlastung nicht erteilt. Im zweiten Anlauf klappte es jetzt, obwohl es wieder knapp war. Denn mit 59,62 Prozent (158 von 265 Stimmberechtigten) war die Versammlung nur zum Teil beschlussfähig. So musste der Verbandsvorsitzende gleich zu Beginn einige geplante Beschlussfassungen von der Tagesordnung nehmen, die nun im August bei einem dritten Anlauf abgearbeitet werden sollen.

In seinem Bericht informierte Jedzik die Delegierten darüber, dass „die Hinweise und Kritiken aus der März-Versammlung abgestellt seien bzw. werden“. Vor allem die Kritik der Kreisausbilder habe man sich zu Herzen genommen und an der Abstellung der Mängel werde gearbeitet. Die Kreisausbilder werden unter anderem mit einer einheitliche Kleidung ausgestattet. Insgesamt wird an der neuen Struktur des Verbandes gearbeitet, die bis zum nächsten Jahr abgeschlossen sein soll. Die Homepage werde durch eine Arbeitsgruppe aktuell gehalten und mit der eingangs beschriebenen Aufforderung von Einheit endete der kurze Bericht. Der Verbandsvorsitzende gab dann auch gleich den Bericht der Kassenprüfer zum Haushalt 2014 in den beiden Altverbänden Parchim und Ludwigslust und bat dann um die Entlastung.
Doch zuvor gab es noch eine lebhafte Diskussion um das Procedere und letztlich wurde mit 136 Ja-Stimmen bei 22 Gegenstimmen die Entlastung erteilt, nachdem klar war, dass es dabei um das Finanzielle ging und nicht um die Arbeit des Vorstandes insgesamt. Eine kurze Diskussion gab es erneut, als es um die Beitragsangleichung für das kommende Jahr ging. Damit nicht auf Rücklagen zurück gegriffen werden muss, soll der Beitrag um einen Euro auf neun Euro angehoben und damit angeglichen werden. Denn bislang hatten die Parchimer acht Euro und die Ludwigsluster neun Euro gezahlt.

Eine besondere Ehrung wurde dem langjährigen stellvertretenden Landesbrandmeister Dietmar Zgaga zuteil, der auch kurze Zeit den Landesverband nach dem plötzlichen Tod von Heino Kalkschies leitete. Er wurde zum Ehrenmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes gewählt. Heinz-Egon Möller von der FFw Pätow erhielt für sein jahrelanges Engagement für das Feuerwehrwesen von Landesbrandmeister Hannes Möller das Deutsche Feuerwehr Ehrenkreuz in Silber.

Der stellvertretende Landrat Wolfgang Schmülling würdigte in seinem Grußwort die „hervorragenden Leistungen“ der Kameraden und dass die Verwaltung und der Kreistag stolz auf die Feuerwehren im Landkreis sind. Er wünschte dem Verband „ein ruhiges Fahrwasser“. Landesbrandmeister Hannes Möller wies darauf hin, dass man derzeit an der Neufassung des Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetz im Land arbeite und forderte die Kameraden auf, sich mit ihren Ideen und Vorschlägen einzubringen. „Nur gemeinsam können wir die bevorstehenden Aufgaben meistern“, so sein Grußwort.

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