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Neu Kaliss : Kalisser Millionenprojekt für Airbus

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Unternehmen Amas hat die wohl derzeit weltweit größte Fertigungslinie an das Hamburger Luftfahrtunternehmen übergeben

von
erstellt am 07.Feb.2015 | 07:00 Uhr

Flugzeuge an den Wänden im Flur der Geschäftsführung von Amas Engineering GmbH Neu Kaliß. Es handelt sich um Fotos von verschiedenen Fertigungsstufen und -stadien des großen Airbus-Produzenten in Hamburg, für den das mittelständische Unternehmen im Gewerbegebiet unter der Adresse Alter Postweg 6 tätig ist. Geschäftsführer Heinz Rumkowski erläutert seinem Gast Till Backhaus jedes technische Detail, was auf den einzelnen Fotos zu sehen ist. Im Rahmen seiner Ämterbereisung mit dem Besuch verschiedener Stationen im Amt Dömitz-Malliß weilte der Minister in Begleitung von Amtsvorsteher Burkhard Thees und der Leitenden Verwaltungsbeamtin Iris Weber gestern Mittag im Unternehmen Amas.

Und da schwingt auch eine Menge Stolz auf das Erreichte mit, wenn Heinz Rumkowski dem Landwirtschaftsminister den Werdegang und die Entwicklung der Firma anschaulich darlegt. „In diesem Jahr feiern wir das 20-jährige Bestehen am Standort Neu Kaliß“, so der 63-Jährige, der aus Hamburg kommt und dort von der Pike auf den Beruf des Flugzeugbauers erlernt hat. „Unser erster Auftrag lag bei 232 D-Mark, inzwischen haben wir Großaufträge bis zu sieben Millionen Euro“, weiß Heinz Rumkowski zu berichten. „Angefangen haben wir hier in Neu Kaliß in der alten Mühle, dort haben wir die ersten Räume gemietet. Mit zehn Leuten starteten wir das Unternehmen. Zusammen mit meinen damaligen Partnern, meiner Frau und zwei Gesellen.“ Till Backhaus zeigt sich beeindruckt, dass jemand noch mit 40 Jahren als Unternehmer den Sprung ins kalte Wasser gewagt hat. Heinz Rumkowski und seine Mitstreiter wollten den Maschinenbau nach der Wende in der Region wieder etablieren – und das ist ihnen gelungen. Heute arbeiten hier im Unternehmen 135 Beschäftigte, viele kommen aus der Gemeinde und den Ortsteilen. Zusammen mit der Neu-Kalisser Spezialpapierfabrik ist Amas der größte Arbeitgeber in der Gemeinde.

Der Minister hätte ein paar Tage eher vorbeischauen müssen, dann wäre ein aktuelles Großprojekt zu bestaunen gewesen, das jetzt bereits beim Hamburger Airbusbauer in Diensten ist. „Eine komplette Fertigungsstraße für die Schalenmontage von Flugzeugen der Airbus-Reihe haben wir übergeben, ein Auftrag in Höhe von rund 4 Millionen Euro. Dabei handelt es sich um eine Fertigungslinie, wie sie es auf der Welt so noch nicht gibt“, erklärt Heinz Rumkowski. Hinter Amas Engineering GmbH verbirgt sich Automation, Maschinenbau, Anlagenbau und Service. „Wir übernehmen alles, vom ersten Federstrich über die Fertigung bis zur Abnahme und Inbetriebnahme“, erläutert Geschäftsführer Rumkowski. Dabei greifen die Neu-Kalisser auch auf Hilfe und Unterstützung von Firmen aus der Region zurück, so z.B. aus Tewswoos, die sie als Partnerbetriebe beschäftigen.

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