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Ludwigsluster Tageblatt

22. November 2017 | 04:55 Uhr

Grabow : Kaffeebilder und Vasen aus Gabeln

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bei Erich Borck, Brigitte Nette und Bernd Kalaß in Grabow gab es zu „Kunst offen“ allerlei Einzigartiges zu sehen und zu bewundern

von
erstellt am 26.Mai.2015 | 07:00 Uhr

Erich Borck malt mit Kaffee. Löslicher Kaffee in den verschiedensten Farbnuancen dient ihm dabei als Material. „2007 habe ich damit angefangen. Ich war damals auf Usedom, in Trassenheide zur Reha. Dort traf ich Hans Seifert, einen Maler und Grafiker, der mir zeigte, was sich dahinter verbirgt und wie man das macht. Und noch heute stehe ich mit ihm im Kontakt“, erzählte der 65-Jährige seinen Besuchern, die am Sonnabend den Gelben Schirmen folgten und zu „Kunst offen“ 2015 in der Künstlerkolonie im Alten Pferdestall in Grabow, im Weg hinter der Binnung 3 vorbeischauten. Hier hat Erich Borck, der im Jahr 1996 einen Unfall hatte und im Rollstuhl sitzt, einige seiner Werke ausgestellt. Wie malt er Kaffeebilder, wird er von Besuchern gefragt, die diese Art der Kunst bisher auch noch nicht kannten. „Ich nehme Fotografien, fertige dann eine Bleistiftzeichnung, die mit schwarzer Tinte Konturen erhält und dann wird die Vorlage mit Kaffee übermalt, auf Aqaurellbasis sozusagen“, erläutert der Künstler. „Seit es in Europa Kaffee gibt, haben Künstler immer wieder versucht, damit zu malen, meist aus der Not heraus, wenn sie sich die teuren Aquarellfarben nicht leisten konnten“, sagt Erich Borck und schmunzelt dabei. Faszinierend beim Kaffee ist neben dem Geschmack die fast unnachahmliche Farbe. Besonders gut - farblich tiefer und leicht glänzend - kommt diese heraus, wenn man den Kaffee vor dem Malen leicht süßt, wissen Experten im Internet zu berichten. Erich Borcks künstlerisches Spektrum in der Kaffeemalerei ist vielfältig: Landschaften, Reetdachhäuser, aber es sind auch viele Grabower Motive zu sehen. „Ich suche mir immer ein paar Flecken aus, mit der Kirche im Hintergrund“, lässt sich Erich Borck vernehmen.


Auch Schnitzen gehört zu seinen Hobbys


Seit 1972 ist der gebürtige Boizenburger hier in Grabow zu Hause, hat sein Atelier im Haus in der Binnung 12. Und auch das Schnitzen gehört zu seinen künstlerischen Hobbys, mehrere Exponate waren auch am Wochenende bei „Kunst offen“ zu sehen. „Von Beruf bin ich eigentlich Maurer, das Malen ist mein großes Hobby.“ Das sehen auch Brigitte Nette und ihre Grabower Malfreundin Marianne Schössow genauso. Auch sie greifen schon seit vielen Jahren zu Pinsel und Leinwand, Malerei in Acryl, Pastell und Acryl gehört zu den bevorzugten Techniken von Brigitte Nette. „Marianne und ich malen schon seit mehr als 30 Jahren, seitdem es in Grabow das Kulturhaus gab“, erinnert sich Brigitte Nette. Aber nicht nur das Malen begeistert sie, auch mit Glaskunst beschäftigt sich Brigitte Nette. Einige ihrer aktuellen Stücke konnten die „Kunst-offen“-Besucher über Pfingsten bewundern. Und wenige Meter weiter in der „Künstlerkolonie“ hieß Bernd Kalaß seine Gäste willkommen. Töpfern und Schmuckgestaltung sind sein Steckenpferd und da staunte so mancher Atelierbesucher nicht schlecht, was man so alles aus Gabeln oder Ringen herstellen kann - Kerzenleuchter aus Esslöffel, Anhänger aus Ringen oder Blumenvasen aus einer Gabel geformt.

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