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Ludwigsluster Tageblatt

22. November 2017 | 16:05 Uhr

Ludwigslust : Juwel zum Flanieren im Park

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Freifläche zwischen katholischer Kirche und Johannisdamm Ursprung angenähert

svz.de von
erstellt am 18.Mai.2014 | 19:03 Uhr

Dass dort auf der wieder als Festplatz angelegten Freifläche zwischen katholischer Kirche und Johannisdamm im Schlosspark mehrere hunderttausend Euro verbaut worden sind, das ist wirklich nicht zu erkennen. Vieles sieht wie vor dem Baubeginn vor etlichen Monaten aus. Und doch ist dieses neu geschaffene Juwel fürs Flanieren, wie es der Vorsitzende des Fördervereins Schloss Ludwigslust, Dr. Gernot Hempelmann, bei der Freigabe für die Öffentlichkeit am späten Sonnabend bezeichnete, komplett neu konzipiert. In dieser vorläufig vorletzten Phase und der demnächst beginnenden Erneuerung der Steinernen Brücke als zweitem Bauabschnitt seien insgesamt knapp eine halbe Millionen Euro investiert worden, weiß die Planerin und selbstständige Landschaftsarchitektin Sabine Webersinke aus Rostock.

Solche finanziellen Anstrengungen könne sich die Stadt Ludwigslust nicht leisten, dankte der Ludwigsluster Bürgermeister Reinhard Mach dem Besitzer von Schloss und Anlagen, dem Staatlichen Museum Schwerin. Er schätzt diese Einzigartigkeit der Historie in Mecklenburg-Vorpommern auch deshalb umso mehr, weil auch mit jeder Maßnahme die Attraktivität von Ludwigslust steige.
Die Eröffnungsfeier war als Abendspaziergang zu Zeiten der Herzöge ausgelegt. Diese sogenannte Soiree eröffnete das Trompeterduo Heiko Wiegandt und der neunjährige Jasper Ihde – Lehrer an der Kreismusikschule und sein Schüler. Nicht nur die beiden Musikanten waren durch ihre barocke Kleidung ein Hingu-cker. Mitglieder des Fördervereins und ihre hanseatischen Freunde aus Hamburg flanierten in üppig ausstaffierten barocken Roben über den Platz. Einen musikali-schen Farbtupfer auf dem im Fackelschein erhellten abendlichen Festplatz spendierte der Postgesangsverein.

Zur Entstehung des Festplatzes: Im Verlauf der zweiten Planungsphase seit 2009 habe es selbstverständlich Sichtungen von histori-schen Aufzeichnungen gegeben. Dabei stellte sich heraus, so die Planerin, dass dieser Fleck Erde im Schlosspark ursprünglich eine Insel zwischen einem größeren Teich und den Fischteichen gewesen sein musste. Auch stieß man bei den vorbereitenden Arbeiten auf Reste von Fundamenten, hieß es von Webersinke. Um den Platz für den heutigen Zweck dauerhaft zu stabilisieren, musste eine Erdschicht von 80 bis 120 Zentimetern über die gesamt Fläche ausgekoffert und neu ausgefüllt wer-den. Auf eine Neuanpflanzung von Bäumen wurde verzichtet, weil ein Baumbestand nicht ursprünglich gewesen wäre.

Für die Gesamtmaßnahme waren 50 Gärtner über den gesamten Zeitraum erforderlich, hieß es von Arne Sommer von der Garten- und Landschaftsbaufirma Rumpf aus Schwerin.

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