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Ludwigsluster Tageblatt

19. November 2017 | 04:25 Uhr

Spornitz : Jugendwehr-Wahlen fast gescheitert

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Zu wenig Delegierte vor Ort / Wahlordnung kurzerhand geändert

von
erstellt am 19.Okt.2014 | 16:08 Uhr

Ein Traumstart sieht anders aus. Ungemein holprig gingen beim Delegiertentag für die einst nur mit knapper Mehrheit beschlossene Fusion der Jugendfeuerwehrverbände der ehemaligen Landkreise Parchim und Ludwigslust in der Spornitzer Mehrzweckhalle am vergangenen Freitag die Vorstandswahlen über die Bühne.

Die Enttäuschung war Kreiswehrführer Manfred Jedzik deutlich anzumerken, als er verkünden musste, dass laut Jugendwahlordnung die erforderliche Delegiertenzahl für eine Zwei-Drittel-Mehrheit zu den Vorstandswahlen nicht erreicht war. Vergeblich war der Beginn des Delegiertentags um eine halbe Stunde verzögert worden – es wollten sich nicht mehr als 166 Stimmberechtigte einfinden. Bei 138 Jugendwehren im Gesamtkreis mit jeweils zwei Delegierten wurde damit die erforderliche Mehrheit von 184 Stimmen deutlich verpasst.

Angesichts der Übermacht der Delegiertenzahlen aus dem Altkreis Ludwigslust hatten offenbar vor allem etliche Delegierte aus dem Altkreis Parchim resigniert. Um dennoch einen arbeitsfähigen Vorstand zusammen zu bekommen, wurde die Jugendwahlordnung kurzerhand entsprechend geändert – danach reichte die einfache Mehrheit der Delegierten (mehr als 138), um die Vorstandswahlen doch noch ordnungsgemäß unter Dach und Fach zu bekommen.

Zur Wahl des neuen Kreisjugendwarts trat Oliver Borat (Sternberg) als bisheriger Amtsinhaber im Altkreis Parchim erst gar nicht an. Als Gründe für seinen Verzicht nannte er starke berufliche und familiäre Belastung. Auch Dirk Braukmeier (Dabel) als ehemaliger Beisitzer im Jugendausschuss der Kreisjugendwehr Parchim und Organisator von Jugendwettkämpfen stellte sich nicht zur Wahl.

Für den Posten des neuen Kreisjugendwarts gab es mit Steffen Hoffmann einen einzigen Kandidaten. Dennoch musste auf Antrag geheim gewählt werden, wobei der Grabower 153 Stimmen erhielt. Zur Wahl seiner drei Stellvertreter traten mit Dirk Bönning (Boizenburg) und André Metelmann (Lübtheen) lediglich zwei Kandidaten an.

Bei den separaten, schriftlichen Wahlgängen erhielt Bönning 136 Stimmen. Für Metelmann votierten 90 Delegierte. Damit verpasste er die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit der anwesenden Delegierten. Das rief den Landesjugendwart Axel Fabig auf den Plan. „Ihr hattet die Möglichkeit, sogar drei Stellvertreter zu wählen – und dann watscht ihr einen Kandidaten derart ab“, tadelte er seine Kameraden. Aus der Versammlung verwahrte sich allerdings ein Feuerwehrmann gegen eine derart massive Einflussnahme. „Bei freien Wahlen können wir frei abstimmen.“ Für den zweiten Wahlgang, bei dem die einfache Mehrheit genügte, mussten Stimmzettel nachgedruckt werden, weil erneut geheime Abstimmung gefordert wurde. Metelmann erhielt dann 103 Stimmen und nahm die Wahl an.

Für die möglichen sechs Beisitzerposten gab es vier Kandidaten. Sie wurden im Block offen gewählt. Dabei erhielten Ute Voß (Teldau bei Boizenburg), Uwe Kühl (Alt Krenzlin bei Ludwigslust), David Roob aus Leezen am Ostufer des Schweriner Sees und – in Abwesenheit - Alexandra Petri (Sukow bei Schwerin) dann sämtliche 166 Stimmen. Die Amtszeit des Vorstands beträgt sechs Jahre.


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