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Ludwigslust : Jugendring jetzt für den ganzen Kreis

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bewährte Parchimer Idee wird auf das gesamte Gebiet des Landkreises Ludwigslust-Parchim ausgeweitet

Der Kreisjugendring Ludwigslust-Parchim (KJR) will 2014 seine Kontakte zum Altkreis Ludwigslust verstärken und damit seine bisher im Parchimer Bereich erfolgreiche Arbeit auf das gesamte Kreisgebiet ausdehnen. Das verspricht KJR-Vorsitzender Nico Heinrich im Gespräch mit unserer Zeitung. Seit der jüngsten Vorstandswahl sind mit Claudia Kappel (Stralendorf) und Peter Hamdorf (Schwanheide) zwei Vertreter aus der Ludwigsluster Region dabei. Außerdem trat inzwischen mit „Dörfliche Begegnungsstätte Balow“ der erste Verein aus dem Altkreis Ludwigslust dem Kreisjugendring bei und vergrößerte damit die Zahl der KJR-Mitglieder auf 28.

Noch im Januar will der KJR das Projekt „Jugend im Kreistag“ etablieren. „Wir wollen mehr eingebunden sein und Gehör finden.“ Dabei sollen Einblicke in die Aufgaben und die Arbeit des Kreistags vermittelt werden. „Kaum ein Jugendlicher vermag sich beispielsweise unter dem Wort Plenum konkret etwas vorzustellen.“ Politik, so Heinrich, müsse nah und erlebbar gemacht werden. Um dafür dem Kreistag und seinen Ausschüssen ein entsprechendes Konzept vorlegen zu können, will der Kreisjugendring jetzt zu einer Arbeitsgemeinschaft aus Jugendlichen, Mitgliedern des Jugendhilfeaussschusses und dem Fachdienst einladen. „Das Konzept muss von der Basis kommen.“

2013 war für den Kreisjugendring laut Nico Heinrich ein schwieriges Jahr. „Viele Förderprojekte standen auf der Kippe - es war klar, dass die eingeplanten Haushaltsmittel nicht ausreichen würden.“ Zudem hatte der entsprechende Fachdienst der Kreisverwaltung unter anderem den hauptamtlichen KJR-Geschäftsführer, den Verein Störtal (Banzkow) und das Projekt „Dialog & Action“ (Sternberg) als entbehrlich eingestuft. „Das hat der KJR jedoch erfolgreich abwenden können.“ In seinem Bestreben, sich als Kreisjugendring auch politisch zu äußern, habe sich die Reihe der Jugendverbandsgespräche als äußerst erfolgreich erwiesen. Große Resonanz habe auch die kreisweit angelegte KJR-Aktion „Wahllokal - U 18“ zur Bundestagswahl gefunden. Laut Heinrich hatte der KJR außerdem in Zusammenarbeit mit dem Landesjugendring und der AOK Nordost für jugendliche Fluthelfer ein Erholungslager organisiert.

„Mit unseren Aktivitäten wollen wir uns nicht als Selbstzweck voranbringen“, beschwichtigt Heinrich die KJR-Kritiker und Zweifler und beschwört die allgemeine Notwendigkeit eines Kreisjugendrings. „Wir wollen ein kreisweites Sprachorgan für Jugendarbeit sein.“ Es gehe dem KJR hauptsächlich darum, im gesamten Landkreis allen Vereinen und Institutionen mit Jugendarbeit hilfreich zur Seite zu stehen „und sich aktiv in die Jugendpolitik des Landkreises einzumischen und häufig zu Wort zu melden“. Als ersten Erfolg wertet Heinrich den jüngsten Beschluss des Kreistags, noch deutlich vor der Verabschiedung des Haushaltsplans 2014 erneut die Besoldungsmittel für die Schulsozialarbeiter des Landkreises bereitzustellen. Dadurch seien rechtzeitig Kontinuität und Planungssicherheit gewährleistet worden. „Als freiwillige Aufgabe des Landkreises war das angesichts der angespannten Haushaltslage keine Selbstverständlichkeit“, zeigte sich Heinrich dankbar. Es sei ungemein begrüßenswert, „dass der entsprechende Fachdienst des Landkreises auf Anregung des Kreisjugendrings prompt initiativ wurde.“ Angesichts des Mangels an Fachkräften sei es nämlich fatal, so Heinrich, „wenn notwendige und qualifizierte Stellen ersatzlos wegbrechen würden.“

2014 wird der Kreisjugendring seine erfolgreiche Gesprächsrunde mit Jugendsprechern aus der Kreispolitik fortsetzen. „Wir wollen alle Akteure an einem Tisch haben.“ Anlässlich der Kommunal- und Europawahl (25. Mai) will der KJR außerdem zuvor die Wahlprogramme sämtlicher demokratischen Parteien hinsichtlich ihrer Jugendpolitik durchleuchten und auf den Prüfstand stellen. Außerdem soll der Internetauftritt (www.inswm.de) modernisiert und um einen Bereich für Vereine mit Jugendarbeit erweitert werden. Dort will der Kreisjugendring laut Heinrich „schnell und detailliert über Förderprogramme für Jugendarbeit informieren und auch beim Ausfüllen der Formulare behilflich sein.“

Als wichtigen Punkt für die künftige KJR-Arbeit benannte Nico Heinrich außerdem die Stellenbesetzung eines hauptamtlichen Geschäftsführes. Der befristete Arbeitsvertrag des bisherigen Stelleninhabers sei abgelaufen, nicht mehr verlängert und ausgeschrieben worden. „Über die Neubesetzung entscheide ich im Einvernehmen mit dem KJR-Vorstand“. Dabei gelte es, so Heinrich, „frischen Wind“ in die KJR-Arbeit zu bringen.

Finanziert wird die Arbeit des Kreisjugendrings aus den Mitgliedsbeiträgen, Zuschüssen von Land und Kreis sowie Spenden von Förderern wie der Sparkasse Parchim-Lübz, der AOK Nord-Ost oder den Parchimer Stadtwerken. Die Mitgliedschaft kostet jährlich 30 Euro. Weitere Informationen finden sich im Internet unter der Adresse http://inswm.de

Nico Heinrich (23 Jahre) wird derzeit bei der AOK Nordost als Sozialversicherungsfachangestellter ausgebildet. Seine schriftliche Abschlussprüfung muss er Mitte Mai 2014 absolvieren. Zu Jahresbeginn ist er nach Parchim umgezogen. Außer der erneuten Kandidatur für den Kreistag will er sich auch anderweitig politisch engagieren.

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erstellt am 20.Jan.2014 | 16:36 Uhr

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