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Ludwigsluster Tageblatt

23. September 2017 | 07:48 Uhr

ludwigslust : Jugend für Stadtpolitik gewinnen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Jugendrat der Stadt Ludwigslust hatte gemeinsam mit dem Zebef e.V. am Donnerstagabend zum Wahlforum „Der heiße Stuhl“ eingeladen

von
erstellt am 15.Mai.2014 | 07:00 Uhr

„Heißer Stuhl im Zebef“ - unter diesem Motto stellten sich am Donnerstagabend sechs Abgeordnete der Ludwigsluster Stadtvertretung den Fragen von Jugendlichen. Und es war eine interessante und kurzweilige Veranstaltung in Vorbereitung auf die am 25. Mai stattfindende Kommunalwahl. Der Jugendrat der Stadt Ludwigslust hatte diese Podiumsdiskussion gemeinsam mit dem Zebef im Mehrgenerationenhaus am Alexandrinenplatz auf die Beine gestellt. Leider blieben viele Stühle leer, gut ein Dutzend junger Leute waren gekommen, um zu hören, was die Vertreter der verschiedenen Fraktionen und Wählergruppen zur Ludwigsluster Stadtpolitik zu sagen hatten. Aber Stephan Thees von der Fraktion FDP/Hinrichs der Stadtvertretung Ludwigslust, SPD-Fraktionschef Detlef Müller, Helmut Schapper von der CDU-Fraktion, Wilfried Romberg für die Fraktion B90/Grüne/Ländlicher Raum, Jan Matalla von der Fraktion Die Linke und Uwe Langmaack von der AfL, der neugegründeten Alternative für Ludwigslust, erhielten ausführlich Gelegenheit, sich und die Ziele der kommunalpolitischen Arbeit vorzustellen. Luisa-Maria Wendt vom Jugendrat Ludwigslust übernahm die Moderation und gab zunächst jedem Kandidaten zwei Minuten Zeit, sich vorzustellen. Olaf Schmidt, für Jugend und Familie beim Fachdienst Bildung und Soziales der Stadt zuständig, fungierte als Zeitnehmer. Und neben interessanten Fakten zur Person brachten die Abgeordneten, von denen Wilfried Romberg mit Jahrgang 1940 der Älteste in der Runde war, übereinstimmend zum Ausdruck, in der Stadt schon viel erreicht zu haben. Da kam das Spielplatz- und Radwegekonzept zur Sprache, das Verkehrskonzept mit dem wichtigen Thema Tunnelbau sowie die Energiewende wurden angesprochen. Aber auch die Kinder- und Jugendarbeit stand zur Diskussion. So sprach sich Jan Matalla als Vertreter der Linken dafür aus, das Musikevent Burning Summer zu erhalten, das nach einer Pause im vergangenen Jahr nun zwar wieder 2014 stattfindet, aber nicht in Ludwigslust, sondern in Neustadt-Glewe. Die Jugendwerkstatt sollte im Bestand des Zebef erhalten bleiben, die Einrichtung ist ein wichtiges Zentrum für Kinder- und Jugendarbeit und auch das Zebef sei als Mehrgenerationenhaus in der Zukunft nicht wegzudenken. Detlef Müller als SPD-Stadtfraktionschef wies auf die regelmäßige finanzielle Unterstützung für das Zebef hin, in diesem Jahr sind 10 000 Euro mehr in den Haushalt eingestellt. Zudem freut sich Detlef Müller, dass zu den Kandidaten, die bei der SPD für die Kommunalwahl ins Rennen gehen, auch junge Leute sind. So wie Sophie Kuropka, die als Vorsitzende des Jugendrates der Stadt Ludwigslust auch schon seit vielen Jahren mit Gleichgesinnten an der Kommunalpolitik Anteil nimmt.

Mehr Jugendliche zu gewinnen, sich in die Kommunalpoltik mit einzubringen, sie bei solchen Themen wie Bolzplatz, Spielplätzen oder Burning Summer mit ins Boot zu holen, sei wichtig. Das sah jeder Politiker, der im Saal des Zebef an diesem Abend auf dem Podium saß, auf seine Weise ähnlich. Es muss gelingen, mehr junge Menschen zu motivieren, sich mit Politik zu beschäftigen, sich einzubringen in die Gesellschaft, aktiv zu werden bei der Gestaltung der Zukunft unseres Landes und der eigenen Zukunft. Dafür müssen entsprechende Angebote geschaffen werden, so Stephan Thees, der sich schon jahrelang im Jugendkulturnetz engagiert. „Wichtig ist es, jungen Menschen Anreize zu geben, dass sie nach der Ausbildung oder nach dem Studium wieder nach Ludwigslust zurückkommen, sich hier niederlassen.“ Junge Familien müssten gefördert, Arbeitsplätze geschaffen und erhalten werden. Aber auch kulturell und sportlich müssten Angebote da sein. Deshalb ist die Forderung der Jugend, in absehbarer Zeit auch einen Bolzplatz als Ersatz für den Platz zu schaffen, der wegen des Baus des neuen Sportplatzes und der Mehrzweckhalle für die SG 03 Ludwigslust/Grabow in der Techentiner Straße weichen musste.

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