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Ludwigslust : Jugend „brennt“ für die Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Erster Kreisjugendfeuerwehrtag in Ludwigslust / Vorstand jetzt komplett: Nachgewählte Mitglieder aus Friedrichsruhe, Plau und Pinnow

„Es ist eine gute Beteiligung, 206 von 299 eingeladenen Delegierten sind erschienen und wir können damit auch Beschlüsse fassen“, so der Kreisjugendwart Steffen Hoffmann aus Grabow auf dem ersten Kreisjugendfeuerwehrtag, der am Freitagabend in der Ludwigsluster Stadthalle stattfand. Es ist noch eine sehr junge Organisation, denn die Kreisjugendfeuerwehr wurde erst im Herbst vergangenen Jahres in Spornitz als Nachwuchsorganisation des Kreisfeuerwehrverbandes Ludwigslust-Parchim gegründet. Im Mittelpunkt standen am Freitag der Bericht des Kreisjugendwartes sowie einige Nachwahlen in die Kreisjugendleitung.

In den 135 Jugendfeuerwehren des Landkreises sind 2030 Mitglieder aktiv, davon 665 Mädchen und 1365 Jungen. Wie der Landesjugendwart Axel Fabig feststellte, ist das „ein Drittel aller Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern, denn landesweit sind es rund 6000 Mitglieder“. Da man bereits ab dem sechsten Lebensjahr in die Jugendwehr eintreten, aber in diesem Alter noch nicht mit den Größeren agieren kann, gibt es im Landkreis 35 Kindergruppen. Das ist die Altersklasse 6 bis 10 und sie haben auch entsprechende Namen wie die „Plauer Löschzwerge“, die „Löschtiger“ in Barkow oder die Floriangruppen in Boizenburg und Lübtheen. Gerade die Arbeit mit den Jüngsten erfordert viel Fingerspitzengefühl, muss man diese Kleinen doch für die Feuerwehrsache gewinnen und sie zugleich mit Spaß und Freude bei der Stange halten. Und dann sind Veranstaltungen wie der Wintermarsch für die Jüngsten im Amt Hagenow-Land sehr wichtig. Sich dieser großen Verantwortung stellend, gibt es im Kreisjugendverband auch eine Arbeitsgruppe „Kinderfeuerwehr“. In dieser Gruppe wurde die Aktion „Kinder besuchen die Feuerwehr – Feuerwehr besucht Kinder“ ins Leben gerufen. „Die angesprochene Zielgruppe sind Kindergärten und Grundschulen und es soll der Mitgliedergewinnung und der Brandschutzerziehung dienen“, sagt der Kreisjugendwart und hofft, dass man zum Jahresende erste Ergebnisse vorlegen kann.

Ein Problem, mit welchem viele Jugendwehren zu kämpfen haben, ist der Wechsel von der Nachwuchs- in die Erwachsenenwehr. „Dem wollen wir entgegen treten und sind dabei, mit der Handwerkskammer sowie der IHK in Schwerin einen Kooperationsvertrag einzugehen, um attraktive Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten vor Ort anzubieten, damit die Jugend in der Region bleibt", sagt Landesjugendwart Fabig. Auch Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach wies darauf hin, dass es in der Region viele gute Arbeitsplätze gäbe und „man aufeinander zugehen sollte“.

Kritik musste der noch junge Nachwuchsverband auch üben, denn „noch liegen nicht alle statistischen Jahresberichte aus den Ämtern vor“. Dabei sind diese Berichte wichtig, um unter anderem auch an Fördermittel zu kommen. Auch an den Sitzungen des Kreisjugendfeuerwehrausschusses nahmen leider nicht alle Ämter teil, drei Ämter waren noch nie vertreten, kritisierte der Kreisjugendwart.

Bei den anschließenden Nachwahlen in den Vorstand gab es keine Überraschungen. Mit klaren Mehrheiten wurden Kai Lindemann von der Jugendfeuerwehr Friedrichsruhe als 3. Stellvertreter des Kreisjugendwartes und Christin Roesch von der Jugendfeuerwehr Plau am See sowie Johannes Körner von der Jugendfeuerwehr Pinnow als Beisitzer gewählt.

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