ludwigslust : Jüngere Blutspender wenig präsent

Blut spenden hilft Leben retten. Im ehemaligen Kreis Ludwigslust kamen im 1. Halbjahr 2015 insgesamt 5594 Spendewillige. 5006 durften Blut spenden, 261 davon waren Neuspender.
Blut spenden hilft Leben retten. Im ehemaligen Kreis Ludwigslust kamen im 1. Halbjahr 2015 insgesamt 5594 Spendewillige. 5006 durften Blut spenden, 261 davon waren Neuspender.

Werbereferentin Annett Köhler vom DRK-Blutspendedienst MV: Altersgruppe bis Ende 30 im Altkreis Ludwigslust schwach vertreten

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19. August 2015, 21:00 Uhr

„Blut ist ein ganz besonderer Saft“, ließ schon Johann Wolfgang v. Goethe seinen Mephisto im „Faust“ philosophieren. Und das zu Recht, denn dieser „Saft“ ist für den menschlichen Organismus unentbehrlich, hilft Leben zu retten. Blutkonserven sind dabei unersetzlich. Sie werden ständig in großer Zahl benötigt, vor diesem Hintergrund ist es wichtig, immer mehr neue Spendenwillige zu gewinnen.

Wie die Statistik des DRK-Blutspendedienstes Mecklenburg-Vorpommern gGmbH zur derzeitigen Situation des Blutspendewesens in der Region deutlich macht, kamen im Altkreis Ludwigslust im 1. Halbjahr 2015 insgesamt 5594 Spendewillige. „5006 durften Blut spenden, 261 davon waren Neuspender“, so Annett Köhler, Werbereferentin des DRK-Blutspendedienstes.

„Das Thema Blutspende und seine Notwendigkeit sind nach wie vor nicht ausreichend in der Bevölkerung bewusst. Aus diesem Grund haben die DRK-Blutspendedienste bundesweit die Kampagne ,Mutspende’ mit Unterstützung der DFL, von Fussballprofis sowie großer deutscher Medien gestartet.“

Und solche Aktionen sind dringend nötig, denn die Situation im Blutspendewesen ist sehr angespannt. „Im Vergleich zum Vorjahr sind die Spendenzahlen rückläufig“, ergänzt Annett Köhler. „Hintergrund sind die Grippewelle im Februar und März sowie der Poststreik. Auch die Hitzewelle Ende Juni, Anfang Juli ließ viele Spender zu Hause bleiben. Zudem gab es zum Jahresanfang 2015 im Großraum Schwerin Probleme in der Zustellung unserer Einladungen.“

Das Durchschnittsalter der Blutspender in Mecklenburg-Vorpommern – und das sieht auch im ehemaligen Kreis Ludwigslust nicht anders aus – liegt bei rund 47 Jahren und damit rund sechs Jahre über dem Bundesdurchschnitt. „Insbesondere ist bei den Spendern die Altersgruppe bis Ende 30 relativ schwach vertreten“, so die Werbereferentin. Der DRK-Blutspendedienst MV ist bemüht, die Lücke zu schließen, in dem er auch Blutspendetermine in Berufsschulen und Gymnasien der Region anbietet. Das Problem ist hier dann die langfristige Bindung, da viele junge Menschen unser Bundesland für Ausbildung, Studium oder die Arbeitsplatzwahl verlassen. „Erfreulicherweise gelingt es jedoch, diese dann über die Termine in den Schulen bereits für die Blutspende zu aktivieren. Die jungen Leute nehmen dann die Termine in anderen Regionen wahr.“

Grund zur Besorgnis, dass eine Unterversorgung eintreten könnte, besteht aber nicht. Annett Köhler: „Die Konservenbestände reichen aktuell für die Sicherstellung der Versorgung aus, zumal ein Ende der Urlaubs- und Ferienzeit in Sicht ist. Pro Monat benötigt der DRK-Blutspendedienst MV rund 5500 Blutspenden, um die Versorgung im Bundesland sicherstellen zu können.“ Und die nächsten Gelegenheiten, in unserer Region Blut zu spenden, gibt es am 21. August ab 14.30 Uhr in Dömitz am Gymnasium in der Roggenfelder Straße 30D, am 26. August ab 15 Uhr in Ludwigslust in der Schule an der Bleiche, Friedrich-Naumann-Allee 37 und am 28. August ab 15 Uhr in Woosmer im dortigen Jugendclub in der Hauptstraße 42 A.

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