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Ludwigslust : Jubiläum für Ferienspiele an der Bleiche

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Seit 25 Jahren organisiert der Lebenshilfeverein an Förderschule die Betreuung der Kinder in den Ferien

von
erstellt am 02.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Vor fünf Jahren zum Zwanzigjährigen hatte John Merlin alias Johannes Leverkus schon einmal einen Auftritt auf dem Gelände der Schule An der Bleiche in Ludwigslust. Und auch gestern begeisterte der Zauberer die kleinen und großen Zuschauer mit verschiedenen Kunststücken. „Das Programm hat uns damals so gut gefallen, dass wir ihn nun zu unserem 25-jährigen Jubiläum der Ferienbetreuung an der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung wieder engagiert haben“, war gestern von Almut Schultz zu hören. Die Vorsitzende des Lebenshilfevereins Ludwigslust hatte gemeinsam mit vielen Helfern und Partnern das Fest mit vorbereitet. Mit dabei war auch die Musikgruppe „Lewitz-sound“ aus den Lewitz-Werkstätten, als besonderer Gast war dann noch Bauchredner Eddy Steinfatt eingeladen. „An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Lewitz-Werkstätten, von denen das Buffet kommt und die uns fahrtechnisch unterstützt haben. Gefreut haben wir uns auch über die Spenden von der ,Blauen Brücke’, der Stiftung der Lebenshilfe, und vom Taxi-Unternehmer Gärtner aus Ludwigslust.“

Im Vorfeld hatten Senioren aus dem DRK-Altenpflegeheim Grabow mit Unterstützung der Patchwork-Künstlerin Brunhilde Jung aus Dömitz eine 251 Meter lange Wimpelkette gebastelt, die das Außengelände schmückte. Und für die kleine Abordnung der Grabower Senioren war es gestern bei der Jubiläumsveranstaltung natürlich auch spannend zu erfahren, wie lang denn nun ihr Wimpelbastelwerk geworden war.

In einem kurzen Rückblick erinnerte Almut Schultz an die Anfänge der Ferienbetreuung. „Die Übernahme durch den Verein war notwendig geworden, da die Schule selbst nach 1990 aus gesetzlicher Sicht für die Gestaltung der Ferienfreizeit nicht mehr zuständig war“, erklärte Almut Schultz. „Die Lebenshilfe Ludwigslust war damit Vorreiter im Land Mecklenburg-Vorpommern“, sagte die engagierte Vereinsvorsitzende voller Stolz. Der Verein hatte sich im November 1990 gegründet. Er ist ein Zusammenschluss von Eltern und Angehörigen geistig behinderter Menschen selbst, Fachleuten und Förderern.

Seit 1992 wird in den Sommerferien, anfangs auch in den Herbst- und Winterferien, über drei Wochen von 8 bis 15 Uhr für Schüler der eingangs erwähnten Schule eine interessante Ferienfreizeit gestaltet. Dazu gehören Ausflüge in die nähere Umgebung, Kino- und Zoobesuche, gemeinsame Veranstaltungen mit dem Zebef und vieles andere. In der Regel nehmen zehn bis 15 Kinder dieses Angebot an. „In diesen Sommerferien wird es hauptsächlich Freizeitbeschäftigungen im Haus geben, dazu viele Spaziergänge und Ausflüge, auch Kinobesuch steht auf dem Veranstaltungsprogramm“, zählt Reiner Schernau auf.

Die Räumlichkeiten in der Schule werden dem Verein zur Verfügung gestellt, so Almut Schultz im Beisein von Gerd Laudon der vor drei Jahren als Schulleiter in den Ruhestand verabschiedet worden war. Dieser hatte seit Gründung des Lebenshilfevereins selbst sehr aktiv in diesem Gremium mitgewirkt und großen Anteil daran gehabt, dass die Schule am 13. September 1991 eröffnet werden konnte.

Eine der ersten Betreuerinnen in der Ferienzeit war damals Gerda Bulz. „Ich habe vor 25 Jahren hier angefangen und es hat mir immer Spaß gemacht“, so die 66-Jährige.

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