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Wasserrohrbrüche bei Groß Laasch : Jetzt werden neue Rohre verlegt

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In den letzten Tagen platzte die Leitung viermal, die Groß Laasch und Klein Laasch mit Wasser versorgt. Die Stadtwerke beginnen nach der Pannenserie noch in dieser Woche mit der Neuverlegung der Trinkwasserleitung.

svz.de von
erstellt am 03.Dez.2012 | 06:34 Uhr

Groß Laasch | Wenn der Wald unter Wasser steht...

Gleich viermal in den letzten Tagen platzte die Leitung, die Groß Laasch und Klein Laasch (insgesamt ca. 1 000 mit Trinkwasser versorgt (SVZ berichtete). Wie es dazu kommen konnte, erklärt Geschäftsführer Wulf-Peter Bosecke von der Stadtwerke Ludwigslust-Grabow GmbH so: "Die alte Trinkwasserleitung nach Groß Laasch wurde 1975 verlegt. Wie rund 80 Prozent der Trinkwasserleitungen in unserer Region besteht auch sie aus Asbest-Zement-Rohren, die mit dem Alter Risse bekommen haben." Weiter erläutert der Stadtwerke-Chef: "Beim Umverlegen der Leitung im Zuge der Bauarbeiten an der neuen Trasse für die A 14 am vergangenen Donnerstag wurde das Wasser abgestellt. Als anschließend wieder Druck aufgebaut und die Leitung mit Wasser gefüllt wurde, kam es zu den ersten beiden Rohrbrüchen vor und hinter der neuen A-14-Trasse. Abends platzte dann am Friedhofsweg in Groß Laasch noch ein Rohr. Offenbar hat das alte Rohrmaterial zahlreiche Risse und hält den Druckschwankungen nicht mehr stand."

Sonnabendvormittag gegen 9 Uhr beklagten sich dann Einwohner von Groß Laasch bei den Stadtwerken über schwachen Wasserdruck in ihren Leitungen. Wulf-Peter Bosecke: "Diesmal war im Wald in Höhe der Bahnstrecke zwischen Ludwigslust und Neustadt-Glewe ein Rohr geplatzt. Das Wasser hatte die schneebedeckte Erde weggespült, so dass wir das Leck schnell finden konnten. Wir möchten uns in diesem Zusammenhang bei Feuerwehrleuten aus Groß Laasch bedanken, die zufällig mit ihrem Fahrzeug vorbei kamen und uns an der Bruchstelle bei der Beseitigung von Unterholz halfen."

Jetzt reicht es der Stadtwerke GmbH. Eigentlich sollte die alte Wasserleitung bereits 2011 durch eine neue ersetzt werden. Doch diese neue Leitung hätte wegen des Baus der neuen Autobahntrasse später nochmals verlegt werden müssen. Deshalb plante die Stadtwerke GmbH zuletzt, die 2 200 Meter lange Trinkwasserleitung nach Groß Laasch erst 2013 im Zuge der Autobahnbauarbeiten durch eine neue zu ersetzen.

Nach der jüngsten Bruchserie gibt es jetzt eine neue Entscheidung. "Wir werden die Arbeiten für die neue Trinkwasserleitung bereits in dieser Woche beginnen", sagt Geschäftsführer Wulf-Peter Bosecke. Im Sommer würde die Neuverlegung etwa zwei Monate dauern. Doch jetzt im Winter kann es durchaus länger dauern. Frost beispielsweise kann die Arbeiten erschweren. "Die Leitung liegt ca. 1,30 Meter tief im Boden", weiß Bosecke. "Bei den Verlegungsarbeiten liegen die Rohre aber frei, so dass sie dann dem Frost ausgesetzt wären und das Wasser gefrieren würde."

Auch drohen bei der Neuverlegung erneut Rohrbrüche. Denn das Wasser wird immer wieder zeitweise abgestellt (Stadtwerke informieren rechtzeitig).Werden die Rohre dann wieder mit Wasser gefüllt und unter Druck gesetzt, können sie angesichts der offenbar zahlreichen Risse schnell platzen. Die Stadtwerke bitten deshalb alle Einwohner von Klein und Groß Laasch, bei Druckabfall in ihren Trinkwasserleitungen den Bereitschaftsdienst anzurufen. Wulf-Peter Bosecke: "Bei Rohrbrüchen, die uns gemeldet werden, fährt auch ein Trinkwasserwagen mit, damit wir zum Beispiel die Versorgung der Kindertagesstätte in Groß Laasch sichern können."

Fest steht: Ab kommendem Jahr droht keine solche Pannenserie mehr wie zuletzt. Denn die neuen Kunststoffrohre sind belastbar, halten durch Bahn, Straßenverkehr und Forstfahrzeuge hervorgerufene Vibrationen besser aus.

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