Balow : Jetzt auch fit in Sachen Organisation

Gemeinsam lernten die Jugendlichen, wie man eine Gruppe leiten und motivieren kann.
Gemeinsam lernten die Jugendlichen, wie man eine Gruppe leiten und motivieren kann.

Jugendliche absolvierten Gruppenhelfercamp des Kreissportbundes in Balow, um eigene Vereine zukünftig besser unterstützen zu können

svz.de von
12. August 2018, 05:00 Uhr

Während Freunde und Mitschüler bei schönstem Sommerwetter die Ferien am Strand genießen konnten, nahmen 15 Mädchen und Jungen am diesjährigen Gruppenhelfercamp des Kreissportbundes Ludwigslust-Parchim in Balow teil. Mit dieser Ausbildung können die Jugendlichen zukünftig Freizeitaktivitäten und Ferienfahrten im eigenen Verein oder auch beim Kreissportbund unterstützen. Neben dem Theorieteil stand für die Teilnehmer vor allem viel Sport und Spiel auf dem Plan.

Wie schwer es ist, selbst eine Gruppe zu leiten und die Aufmerksamkeit aller Teilnehmer zu erlangen, merkten die zukünftigen Gruppenhelfer sehr schnell. „Wir haben Rollenspiele gemacht. Jeweils in Zweier-Teams mussten die Jugendlichen eine spielerische Erwärmung leiten“, erklärt Paula Wagner vom Kreissportbund, die die Ausbildung seit zwei Jahren durchführt. Die größten Probleme seien gewesen, dass die Teilnehmer zu leise sprachen und keine genauen Ansagen machten. „Und ohne das gibt es Chaos. Durch die Übung konnten wir uns alle besser in Paulas Lage versetzen und verstehen, was es bedeutet, eine Gruppen zu leiten“, erklärt Lilly Holstein.

Die 15-Jährige aus Parchim ist Teil der Tanzsportgarde und möchte Gruppenhelfer werden, um in ihrem Verein die Kinderarbeit und die Feriencamps zu unterstützen. „Bisher hat mir die Ausbildung echt gut gefallen, Praxis und Theorie werden gut miteinander verknüpft.“

Im praktischen Teil lernten die Jugendlichen etwas über Kommunikation, Konfliktmanagement und Führungsstile, aber auch über den Jugendschutz und die Aufsichtspflicht. „Als Gruppenhelfer hat man Verantwortung, und das muss den Teilnehmern hier bewusst werden“, so Paula Wagner. Unterstützt wird sie während des Camps von Celine Busse, Sportlotsin beim Kreissportbund. Sie hielt unter anderem einen Vortrag über die Rolle des Übungsleiters, also der nächst höheren Stufe nach dem Gruppenhelfer. Die Stunden aus diesem Kurs können sich die Teilnehmer für die Übungsleiterausbildung, die ab 16 Jahren gemacht werden kann, schon anrechnen lassen.

Doch mehr Spaß bereitete allen Teilnehmern der praktische Teil. Neben Lauf- und Ballspielen wurden auch neue Spiele und Fitnesstrends getestet. „Außerdem mussten wir Spiele selbst ins Laufen bringen und darauf achten, dass alle mitmachen. So wie man das eben mit Kindern oder anderen Gruppen dann auch in Zukunft machen würde“, erklärt Lilly, die während des viertägigen Camps mit den anderen Teilnehmern im Dorfgemeinschaftshaus wohnte. Und so gehörte neben der Ausbildung auch Einkaufen und Kochen für die gesamte Gruppe zum Tagesprogramm.

Für das Gruppenhelfer-Zertifikat mussten die Jugendlichen einen Theorietest bestehen und eine Präsentation vorbereiten, die sie dann vor der Gruppe halten mussten. „Aufgabe war es, eine Ferienfreizeit über vier Tage zu planen. Dazu gehört natürlich das Programm, aber auch Punkte wie Anfahrt und Verpflegung mussten bedacht werden“, erklärt Paula Wagner. Am Ende der vier Tage in Balow konnten alle Jugendlichen ihr Gruppenhelfer-Zertifikat entgegen nehmen und so ihre Vereine zukünftig noch besser unterstützen.

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